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Slavische Volkforschungen

Note 7 — Die unheimlichsten Waldfrauen.

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In Warasdin wütete einst eine so grosse Hungernot, dass sich arme Leute gezwungen sahen, Grummet zu kochen und es zu essen. In folgedessen entstand eine furchtbar verheerende Pest in der ganzen Gegend und in Agram selbst und schon waren mehr als tausend Menschen gestorben. Der Gottesacker erwies sich zu klein für die Menge Leichen und man begrub die Toten um die Kirchen herum und unter anderen auch bei der Kapelle des heiligen Fabianus, wo man hundert Menschen bestattete. Lange Zeit nach dieser Pest zeigte sich den Leuten, wenn sie an der Kapelle des heiligen Fabianus vorübergingen, an Charfreitagen und Charsamstagen, sowie an allen grösseren Feiertagen, auf dem Turmfenster ein Kind, das hin und wieder ein Wort ausstiess, das aber für niemand verständlich war. In später Nachtzeit sahen es auch die alten Leute, die in der Nähe der Kapelle ihre Rinder weideten. — Kurze Zeit darauf brach eine schreckliche Rinderpest in Warasdin aus. Zur Zeit der Seuche schwirrte nächtlicher Weile ein Vogel durch die Lüfte und liess einen wunderbaren Gesang vernehmen. Diesen Gesang verstand ein alter Mann und teilte den Leuten mit, der Vogel verkünde, auf welche Art und Weise man sich von der Heimsuchung befreien könne. Man müsse nämlich als Gegenmittel jungen Zwiebel (poriluk) und Pigmentkraut (travu pigmant) in Anwendung bringen. Gewöhnlich sucht man die Pest durch brennende Wacholderzweige zu bannen.7

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