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Slavische Volkforschungen

Note 3 — Die unheimlichsten Waldfrauen.

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In Serbien spricht man in Zeiten, wo die Pest wütet, nur selten und mit Scheu ihren Namen »Kuga« aus, sondern nennt sie, gewissermassen um sie zu besänftigen und ihren Sinn milder zu stimmen »Kuma«, d. h. Godin oder Gevatterin. Ein anderer Name für die Pest ist ‘morija’,3 die Mordung, die Mörderin. In Pestzeiten verbietet der Volkglaube, dass man über Nacht das Geschirr ungewaschen stehen lasse; denn die Pest kommt nachts ins Haus und sieht nach, ob alles rein sei; findet sie’s aber nicht rein, so zerkratzt sie die Löffel und Schüsseln und vergiftet sie. Personifiziert und in einem Druckwerk tritt uns, meines Wissens, die Pest bei den Südslaven zum erstenmal in einem Sendschreiben des dalmatischen Dichters Krunoslav Ivičević an seinen Freund P. G. Vinko Cima entgegen. Ich gebe hier die Stelle im Urtext und füge eine ziemlich getreue Übersetzung in Versen hinzu.

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