Singapore. (continued 3)
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Vor 25 Jahren ging der einzige Weg nach Indien um das Kap der guten Hoffnung. Um dieselbe Zeit, wo die erste transatlantische Linie versucht wurde (1838), miethete eine Gesellschaft von Privatleuten einige Dampfboote, um einen regelmässigen Dienst zwischen England, Lissabon und Gibraltar einzurichten. Sie verlor 500 £ an jeder Reise, erhielt 1840, als ihre Verluste bereits 30,000 £ betrugen, Korporationsrechte und den Postdienst nach Indien und jenseits. Dies ist der Ursprung der mächtigen Gesellschaft, deren Schiffe jetzt die Post für die iberische Halbinsel, das Mittelmeer, Indien, China, Japan, Australien besorgen. Sie erhalten dafür jährlich ungefähr 500,000 £ Subvention von der englischen Regierung.[41] Die sehr hohe Subvention hielt bis vor Kurzem alle Konkurrenz ab, so dass die Kompanie thatsächlich ein Monopol besass, dessen Uebelstände dem Publikum sehr fühlbar waren. Erst vor wenigen Jahren eröffnete die französische Gesellschaft der Messageries impériales eine Konkurrenzlinie, wodurch die bisher so hohen Preise der Peninsular- und Oriental-Company um etwa 20% fielen. Auch sind die Schiffe seitdem nicht mehr so überfüllt und die Behandlung der Passagiere ist rücksichtsvoller. Allem Anschein nach wird sich die neue Linie neben der alten halten können, da die Berichte über ihren Betrieb sehr günstig lauten. Nach dem Economist, 10. Juni 1865, hat im letzten Jahr ihr Verkehr in China und Indien an Gütern um 261/2%, an Passagieren 18%, an Kontanten 62% zugenommen.
Jetzt gehen regelmässige Dampferlinien von Singapore direkt nach Malacca, Penang, Siam, Cochinchina, China, Borneo, Batavia, Ceylon, engl. Birma, Vorderindien, dem rothen Meer und durch Anschluss nach Europa, sowie nach den Mascarenen, Niederländisch-Indien, Australien, Japan. Eine neue Linie zwischen China, Japan, Sandwichsinseln und Californien ist soeben von der Regierung der Vereinigten Staaten genehmigt und mit einem bedeutenden jährlichen Zuschuss ausgestattet worden. Für Australien besteht bis jetzt nur eine Verbindung zwischen seinen südlichen Kolonien und Ceylon, die für Singapore keine Bedeutung hat. Aber wohl bald wird eine Linie durch die Torresstrasse im Anschluss an die niederländisch-indische, nöthig werden.