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Rupertsweiler Leut

Wortverzeichnis

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Die mundartlichen Formen sind nach dem Gehör niedergeschrieben, nicht nach einem wissenschaftlichen System. Die Aussprache ist übrigens nicht die gleiche bei allen Personen und wechselt auch im Munde der einzelnen, weil die Nähe einer größeren Stadt die Individualsprachen beeinflußt hat, je nach Beruf und Bildungsgrad, und weil die einzelnen Menschen ihre Mundart mehr oder weniger unverfälscht sprechen, je nachdem sie es mit Bauern oder mit Städtern zu tun haben. Folgende Worte bedurften wohl einer besonderen Erklärung:

Anke = Butter

bigelt, bigöscht = beigott

Blust = Baumblüte

b’schraun = beschrien

bündeln = seine Sachen packen

buschber = munter

Chriesewasser = Kirschwasser

gaschplig = zornig, lebhaft

gell = gelt (wird so behandelt, als ob es ein Zeitwort „gellen“ gäbe, z. B. „gellen Sie“)

Götte = Patin

Gschmak = Geruch

Hämpfle = Handvoll

hänn = habt, haben

Häs = Gewand

it, ite = nicht

kampeln = raufen

Kirwikram = Geschenk (Kram), das man von der Kirchweih mitbringt

letz = verkehrt

los = hör’

nint = nichts

Nüniesse = Neunuhrbrod, zweites Frühstück

pfetzen = kneifen, rupfen

Pfübel = Kopfkissen

rauen = bereuen

Sichelhenke = Erntefest

Strüweli, Sträuble = eine Art Spritzkrapfen

Tafel = Bild, Heiligenbild

Trippel = Holzveranda am schwarzwälder Bauernhaus

Tschole (armer) = armer Narr

unb’schraue = unbeschrien

verdlehnen = sich ausleihen

verzeigen, sich = als Gespenst erscheinen

Völker = Dienstboten

weggerle = wahrlich

wönn (wenn) = wollt, wollen

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