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Reisen in den Philippinen

Note 9 — ZWEIUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Es herrscht viel Aberglauben. Ausser dem katholischen Marienbildchen, das jede Indierin an einer Schnur um den Hals trägt, haben Viele auch heidnische Amulete. Ich hatte Gelegenheit, ein solches zu untersuchen, das einem sehr kühnen Verbrecher abgenommen worden war. Es bestand aus einem Unzenfläschchen, vollgestopft mit feinen, anscheinend in Oel gebratenen Wurzelfasern, war von den heidnischen Stämmen bereitet und hatte die Eigenschaft, den Besitzer stark und muthig zu machen. Die Gefangennehmung des Letztern war sehr schwierig; sobald ihm aber das Fläschchen entrissen war, gab er allen Widerstand auf und liess sich binden. Fast in jedem grössern Dorf giebt es eine oder mehrere Asuán-Familien, die allgemein gefürchtet und gemieden, wie Ausgestossene behandelt werden und sich nur untereinander verheirathen können. Sie stehen im Rufe, Menschenfresser zu sein. Vielleicht stammen sie von solchen ab? — Der Glaube ist sehr allgemein und festgewurzelt. Darüber zur Rede gestellt antworteten alte einsichtsvolle Indier, sie glaubten allerdings nicht, dass die Asuánen jetzt noch Menschen frässen, aber ohne Zweifel hätten ihre Vorfahren es gethan.9

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