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Reisen in den Philippinen

Note 8 — ZWEIUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Unter den öffentlichen Vergnügungen stehn die Hahnenkämpfe obenan, werden aber nicht so leidenschaftlich betrieben wie auf Luzon. An den Kirchweihfesten wird ein aus dem Spanischen übersetztes Schauspiel, gewöhnlich religiösen Inhalts aufgeführt, die Kosten werden durch freiwillige Beiträge der Principalia gedeckt. Die Hauptlaster der Bevölkerung sind Spiel und Trunksucht; auch Weiber, selbst junge Mädchen betrinken sich gelegentlich. Bei den Heirathen dauern die Festlichkeiten, Gesang und Tanz oft mehrere Tage und Nächte hintereinander, so lange Speisen und Getränke ausreichen. Der Freier muss im Hause der Brauteltern 2, 3, selbst 5 Jahre dienen, bevor er die Braut heimführen kann. Durch Geld ist diese Last nicht abzukaufen. Er speist im Hause der Brauteltern, die den Reis liefern, hat aber die Zuspeise selbst zu beschaffen.8 Zu Ende der Dienstzeit baut er mit Hülfe seiner Verwandten und Freunde das Haus für die neu zu gründende Familie.

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