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Reisen in den Philippinen

Note 7 — ZEHNTES KAPITEL

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Pili, ein Canarium, dessen Species wohl noch nicht genügend feststeht, ist in Süd-Luzon, Samar und Leyte sehr verbreitet, es fehlt dort wohl in keinem Dorfe. (Die vom Verfasser eingesandten Blüthen sind im Berliner Herbar bei dessen vielen Wanderungen von einem Ort zum andern aus massig geräumigen in immer engere Lokalitäten verlegt worden.)

Die Frucht von der Grösse einer Pflaume, aber spitzer, enthält eine harte Mandel, deren Kern roh, in Syrup eingemacht, oder kandirt genossen wird, wie Pinienkerne, denen sie im Geschmack sehr ähnlich ist. Die von Pigafetta (S. 55) auf Jomonjol angetroffenen grossen Bäume mit Früchten »etwas kleiner als Mandeln, Pinienkernen ähnlich«, sind wohl Pili gewesen. Aus den Kernen wird ein Oel gepresst, dem aus süssen Mandeln vergleichbar. Aus Einschnitten des Stammes erhält man reichlich ein weiches, angenehm riechendes, weisses Harz, das unter dem Namen Piliharz, oder Brea blanca, im Lande zum Kalfatern der Schiffe, mit Reishülsen durchknetet zu Fackeln verwendet wird. Auch als Pflaster steht es bei Rheumatischen in gutem Ruf. Seit etwa zwanzig Jahren kommt es nach Europa. Die ersten Sendungen brachten grossen Gewinn, da das in seiner Heimath sehr billige Produkt bei uns als ein neues beliebtes Elemiharz Stellung nahm. ↑

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