Note 11 — ZEHNTES KAPITEL
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In Europa mundete die ursprüngliche Chocolade nicht allgemein; sie fand erst später durch Zusatz von Zucker grössern Anklang. Das übertriebene Lob ihrer Verehrer rief den erbitterten Widerspruch der Gegner des neuen Getränks hervor, auch regten sich bei den Geistlichen Gewissensskrupel wegen des Gebrauchs des nahrhaften Cacao als Fastenspeise. Der Streit dauerte bis zum 17. Jahrhundert fort, wo das Getränk in Spanien zum allgemeinen Bedürfniss wurde.11 In Spanien wurde der Cacao 1520 eingeführt, die Chocolade zuerst heimlich bereitet, wegen des Monopols der Conquistadoren. 1580 war sie dort schon in allgemeinem Gebrauch, in England aber so unbekannt, dass 1579 ein englischer Kapitän eine weggenommene Ladung als nutzlos verbrannte (Kottenkamp I., 579). Nach Italien kam sie 1606, nach Frankreich wahrscheinlich durch Anna von Oesterreich. In London wurde 1657 das erste Chocoladenhaus eröffnet. Deutschland folgte 1700 nach.12