Note 5 — ZEHNTES KAPITEL
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Der Baum hat auch viel durch feindliche Insekten zu leiden, durch eine Krankheit deren Ursache unbekannt,5 und wird, abgesehn von andern Raubthieren, besonders von Ratten heimgesucht, die zuweilen in solchen Schaaren einfallen, dass sie in einer Nacht die ganze Ernte vernichten. Gutgehaltene Cacaopflanzungen werden von amerikanischen Reisenden als sehr schön geschildert. In den Philippinen, wenigstens in Ost-Luzon, zeigt der enggepflanzte, vernachlässigte, von Flechten bedeckte Baum schon früh ein greisenhaftes Ansehn. Seine Lebensdauer ist kurz. Die zuweilen fast fusslangen ovalen Blätter hängen vereinzelt an den Zweigen, bilden keine dichte Krone, die Blüthen sind sehr unscheinbar, nicht grösser als Lindenblüthen, röthlich gelb, und brechen an langen Stielen einzeln, oder in kleinen Büscheln unmittelbar aus dem Stamm oder den stärkeren Aesten hervor. Die Frucht reift in sechs Monaten, wird 5 bis 8″ lang, gleicht einer sehr warzigen Gurke und ist im reifen Zustand roth oder gelb. Zwei Spielarten scheinen auf den Philippinen nur gebaut zu werden.6 Das Fleisch ist weiss, breiartig weich, schmeckt angenehm säuerlich, und enthält in fünf Reihen anderthalb bis zwei Dutzend Kerne, die so gross sind wie Mandeln und wie diese aus zwei Samenlappen und einem kleinen Keim bestehen, dies sind die Cacaobohnen, geröstet und fein gerieben geben sie Cacao, dieser mit Zucker und gewöhnlich auch mit Gewürzen vermischt, Chocolade. Bis vor wenigen Jahren bereitete fast jede Haushaltung in den Philippinen ihre Chocolade selbst, nur aus Cacao und Zucker. Indier, die Chocolade geniessen, setzen oft gerösteten Reis dazu. Jetzt ist in Manila eine Fabrik errichtet, die Chocolade nach europäischer Art bereitet. Ein beliebter Zusatz zur Chocolade in den örtlichen Provinzen sind geröstete Pilikerne.7