Note 3 — ZEHNTES KAPITEL
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Der Indier steckt die zum Keimen bestimmten Kerne gewöhnlich einzeln mit etwas Erde in dütenförmig gefaltete Blätter und hängt sie unter seinem Dache auf. Sie wachsen schnell und werden, um die Entwicklung des Unkrauts zu hemmen, in sehr geringen Entfernungen von einander (6′ bis 7′) ausgepflanzt. Diesem Verfahren ist es wohl zuzuschreiben, dass sich die Pflanzen nur zu Sträuchern von 8 bis 10 Fuss Höhe entwickeln, während sie in ihrem Vaterlande bis 30′, manche Arten selbst 40′ hoch werden. (Nach Angabe des Paters von Borongan freilich kommen auf einer kleinen Insel bei Guiuan ausserordentlich grosse Cacaobäume vor.) Dennoch soll ein solcher Strauch, der schon im 3ten oder 4ten Jahre die ersten Früchte trägt, vom 5ten oder 6ten Jahre an volle Ernten von je einer Ganta Cacao geben die, (wie oben bemerkt), 2 bis 2½ Doll. gilt, und immer Käufer findet.3 Der Nutzen einer in vollem Ertrage stehenden Pflanzung muss daher höchst beträchtlich sein. Trotz dem ist es bisher nicht gelungen den Cacaobaum im Grossen einzubürgern. Es heisst die ökonomische Gesellschaft habe eine erhebliche Geldprämie für Jeden ausgesetzt, der eine Pflanzung von 10,000 tragenden Bäumen aufweisen könnte, nur ein Einziger, der verdiente Oidor Azoala, soll sie gewonnen, die Pflanzung aber trotz der gebrachten Opfer wieder aufgegeben haben. (Im Bericht über die Thätigkeit der Gesellschaft finde ich diese Prämie nicht erwähnt.)