Note 1 — ZEHNTES KAPITEL
Reading edition
In die Philippinen wurde er von Acapulco aus eingeführt, entweder nach Camarines 1670 durch einen Steuermann, Pedro Brabo de Lagunas, oder nach Samar, unter Salcédo’s Regierung (1663–1668) durch die Jesuiten.1 Seitdem hat er sich über einen grossen Theil der Inseln verbreitet, und, obgleich wohl nie Gegenstand besonderer Pflege, ist seine Frucht doch von vorzüglicher Beschaffenheit. Der Cacao von Albay steht, wenn man den im Lande dafür gezahlten Preis als Maassstab gelten lässt, dem Carácas wenigstens gleich, der in Europa den ersten Rang behauptet und wegen seines hohen Preises gewöhnlich zu drei Vierteln mit geringeren Sorten gemischt wird.2 Man findet aber den Strauch meist nur in kleinen Gärten, in unmittelbarer Nähe der Häuser, und so gross ist die Trägheit der Indier, dass sie die Früchte häufig verfaulen lassen, ohne die köstlichen Saamen zu nutzen, obgleich der einheimische Cacao höher im Preise steht als der eingeführte. Auf Cebú und Négros wird etwas mehr gebaut, aber lange nicht ausreichend für den Bedarf der Kolonie, die das Fehlende gewöhnlich von Ternate und Mindanao einführt. Den besten Cacao der Philippinen erzeugt die kleine Insel Maripipi, NW. von Leyte; er ist schwer zu haben, gewöhnlich schon voraus bestellt, das Liter wird gern mit 1 Dollar bezahlt; der von Albay gilt 2 bis 2½ Doll. die Ganta (3 Liter).