Note 11 — VIERZEHNTES KAPITEL
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In R. Maak’s Reise nach dem Amur (Путешестіе на Амуръ pg. 83) heisst es: »Nicht gerade selten, leiden auch die Maniagrer an einer höchst sonderbaren Nervenkrankheit, mit welcher wir schon gründlich bekannt waren durch die Beschreibungen vieler Reisenden.11 Man begegnet dieser Krankheit bei der Mehrzahl der wilden Völker Sibiriens, so wie auch bei den dort angesiedelten Russen. Im Gebiete der Jakuten, wo dieses Leiden sehr häufig vorkommt, sind die damit behafteten, sowohl bei den Russen als den Jakuten unter dem Namen Emiura bekannt; hier aber (d. h. in dem Theile Sibiriens, wo die Maniagri wohnen) werden dergleichen Kranke von den Maniagrern »Olon«, von den Argurischen Kosaken »Olgandshi« genannt. Die Anfälle der von mir hier besprochenen Krankheit bestehn darin, dass ein daran leidender Mensch, wenn er in Schrecken oder Bestürzung geräth, unbewusst und oftmals ohne das geringste Schamgefühl alles nachahmt, was vor ihm geschieht. Wird ein solcher Mensch geärgert, so geräth er in eine Raserei, die sich dadurch äussert, dass er ein wildes Geschrei ausstösst, auf andre Weise wüthet und sich sogar mit einem Messer oder irgend einem andern Gegenstand, der ihm gerade in die Hände fällt, auf diejenigen losstürzt, die ihn in diesen Zustand versetzten. Bei den Maniagrern leiden vorzugsweise Frauenspersonen an dieser Krankheit, besonders sehr alte; übrigens sind mir auch Beispiele von Männern bekannt, welche damit behaftet waren. Bemerkenswerth ist, dass die von diesem Leiden heimgesuchten Weiber dessen ungeachtet kräftig waren, und sich in allen übrigen Beziehungen einer guten Gesundheit erfreuten.«