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Reisen in den Philippinen

Note 11 — SECHSUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Eine der interessantesten unter den vielen Fragen von grosser Tragweite, die sich an das Eindringen der mongolischen Rasse in Amerika knüpfen, das bisher als ein Erbtheil der kaukasischen betrachtet zu werden pflegte, ist die der relativen Leistungsfähigkeit dieser beiden grossen Rassen, die in den westlichen Staaten der Union zum erstenmale ihre Kräfte im friedlichen Wettkampfe messen. Beide sind dort durch ihre thatkräftigsten Individuen vertreten.11 Der Kampf wird mit Anstrengung aller Kräfte geführt, denn kein anderes Land belohnt die Arbeit mit so hohen Prämien. Die Bedingungen sind aber nicht gleich, denn den Chinesen legt das Gesetz Hindernisse in den Weg, die Behörde schützt sie nicht gegen rohe, zuweilen bis zum tückischen Morde gesteigerte Misshandlungen des Pöbels, der sie als bescheidene Arbeiter tödtlich hasst. Dennoch nimmt die chinesische Einwanderung stetig zu. Die westliche Strecke der Pazifik-Bahn ist hauptsächlich von Chinesen erbaut worden, die nach dem Zeugniss der Ingeniöre die Arbeiter aller anderen Nationalitäten durch Fleiss, Nüchternheit und gutes Betragen übertrafen; was ihnen etwa an Körperkraft abging, ersetzten sie durch Ausdauer und intelligentes Zusammenwirken. Die einzig dastehende, fast unglaubliche Leistung, dass am 28. April 1869 in 11 Arbeitsstunden 10 englische Meilen Eisenbahn auf einer durch keine Vorarbeiten zugerichteten Bodenstrecke ausgeführt wurden, und zwar in einer den Anforderungen der Regierungs-Kommission genügenden Weise, ist von Chinesen vollbracht worden, und war nur durch sie ausführbar.12

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