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Reisen in den Philippinen

Note 6 — SECHSUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Schnell füllt die chinesische Einwanderung die entstandene Lücke wieder aus. 1662 droht der Kolonie aufs neue grosse Gefahr durch den chinesischen Seeräuber Kog-seng, der über 80 bis 100,000 Mann gebot und Formosa bereits den Holländern entrissen hatte. Er forderte die Philippinen zur Unterwerfung auf; sein plötzlicher Tod rettete die Kolonie und gab zugleich das Zeichen zu einem neuen Wuthausbruch gegen die in Manila angesiedelten Chinesen; eine grosse Zahl wird in ihrem Ghetto niedergemetzelt6, andre vertrieben, einige stürzen sich vor Schreck in’s Wasser, oder erhängen sich; eine grosse Zahl flüchtet in kleinen Booten nach Formosa7. 1709 hat der Neid gegen die Chinesen abermals solche Höhe erreicht, dass sie der Empörung und besonders des Monopolisirens beschuldigt, mit Ausnahme der nothwendigsten Handwerker und solcher, die im Dienste der Regierung stehn, vertrieben werden. Spanische Schriftsteller preisen die Heilsamkeit dieser Maassregel: »denn unter dem Vorwande des Ackerbaues treiben die Chinesen Handel, sie sind schlau und rücksichtslos, werden reich, und schicken ihr Geld nach China; so betrügen sie die Philippinen jährlich um ungeheure Summen.« Sonnerat klagt aber, dass Künste und Gewerbe sich nie von diesem Schlage erholt hätten; zum Glück, fügt er hinzu, kehrten die Chinesen, trotz des Verbotes, durch Bestechung der Guvernöre und Beamten zurück.

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