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Reisen in den Philippinen

Note 1 — SECHSUNDZWANZIGSTES KAPITEL

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Es bleibt noch von einem wichtigen Theile der Bevölkerung zu sprechen, den Chinesen, die wohl bald eine bedeutendere Rolle spielen werden, da die vom zunehmenden Verkehr geforderte Entwickelung des Landbaues kaum anders als durch chinesischen Fleiss zu erlangen sein dürfte. Von jeher ist Manila ein Lieblingsziel chinesischer Einwanderung gewesen, weder Feindseligkeit der Bevölkerung, noch Bedrückungen und Verbote seitens der Regierung, ja nicht einmal wiederholte Massenschlächtereien vermochten sie zu verhindern. Die Lage der Inseln S. O. der zwei seetüchtigsten Provinzen China’s musste schon früh den Verkehr zwischen beiden Ländern wachrufen, da Schiffe sowohl im S. W. als N. O. Monsun die Reise in jeder Richtung mit halbem Winde machen können. In einigen älteren Schriftstellern findet sich sogar die Angabe, dass die Philippinen einstmals der chinesischen Herrschaft unterworfen waren1 und Pater Gaubil (Lettres édifiantes) erwähnt, dass Joung-lo (Ming Dynastie) eine Flotte von 30,000 Mann hielt, die zu verschiedenen Zeiten nach Manila ging. Auch die bei Magellan’s Ankunft selbst im äussersten Osten des Archipels vorhandenen, so wie die in den Grabhöhlen gefundenen Porzellanschüsseln und Thongefässe zeigen, dass der Handel mit China sich schon lange zuvor bis in die fernsten Inseln des Archipels erstreckte. Für die junge spanische Kolonie bildete er die Hauptquelle und, nachdem die Encomiendas aufgehoben (s. folgendes Kapitel), fast die einzige Quelle des Wohlstandes. Es war zu fürchten, dass die Junken ihre Frachten den Holländern bringen würden, wenn man ihnen in Manila Hindernisse in den Weg legte; auch konnte die Kolonie nicht ohne die Sangleyes bestehn,2 die alljährlich in grosser Zahl in den Junken aus China kamen und sich als Krämer, Handwerker, Gärtner, Fischer über Stadt und Land verbreiteten, denn sie waren die einzigen geschickten und fleissigen Arbeiter; da die Indier unter spanischem Priesterregiment sogar manche Gewerbe verlernten, die sie früher betrieben hatten (Morga).

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