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Reisen in den Philippinen

Note 14 — FUNFZEHNTES KAPITEL

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Die Zeichnung stellt einen von jenen wilden Stämmen angefertigten kupfernen Kessel dar, der sich im Berliner ethnographischen Museum befindet. Meyen, der ihn mitgebracht, berichtet, dass er von den Negritos im Innern der Insel verfertigt sei, und zwar mit Hämmern von Porphyr, da ihnen das Eisen fehle, in der Sammlung des General-Kapitäns der Philippinen habe sich noch ein grosser flacher Kessel von 3½ Fuss Durchmesser befunden, der für nur 3 Dollar gekauft worden, woraus zu schliessen sei, dass das Kupfer im Innern der Insel in grossen Massen vorkommen müsse, vielleicht sogar gediegen, denn wie sollten jene ganz rohen ungebildeten Neger die Kunst das Kupfer zu schmelzen verstehn? Der Ort jener reichen Gruben war dem Guvernör noch unbekannt, obgleich die von dort kommenden kupfernen Geräthschaften nach einem amtlichen Berichte desselben Guvernörs (von 1833) schon seit zwei Jahrhunderten in Manila gebräuchlich waren. Jetzt weiss man, dass die Kupferschmiede nicht Negritos sondern Ygorroten sind und zweifelt nicht, dass sie diese Kunst und die viel schwierigere, metallisches Kupfer aus Kiesen darzustellen, wohl schon lange vor Ankunft der Spanier übten; wahrscheinlich haben sie dieselbe von den Chinesen oder Japanesen gelernt. Der Ober-Ingeniör Santos14 und mit ihm viele Andere sind der Ansicht, dass jener Volksstamm von Chinesen oder Japanesen abstamme, von denen er nicht nur seine Gesichtszüge (mehrere Reisende erwähnen die schiefstehenden Augen der Ygorroten), seine Götzen und einige seiner Gebräuche, sondern auch die Kunst Kupfer zu bereiten herleite.

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