Note 8 — FUNFZEHNTES KAPITEL
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Eben so roh ist die Vorkehrung zum Zermahlen des gepochten Gesteines: Aus der Mitte einer kreisförmigen Unterlage — aus roh behauenen Steinen, die mit einem Kranz eben solcher Steine eingefasst ist, erhebt sich ein dicker Pfahl, oben mit einem eisernen Stift versehn, um welchen ein in der Mitte horizontaler, an beiden Enden abwärts gebogener Baum drehbar befestigt ist; durch zwei vorgespannte Büffel in Bewegung gesetzt, schleift er mehrere schwere Steine, die durch Rotang an ihn fest gebunden sind, im Kreise herum, und mahlt so das mit Wasser gemischte vorher gepochte Gestein zu feinem Schlamm. (Bei den mexicanischen Goldwäschern ist dieselbe Vorrichtung unter dem Namen Rastra in Gebrauch.) Das Auswaschen des Schlammes geschieht durch Frauen. Sie knieen auf einer Seite einer schmalen bis an den Rand mit Wasser gefüllten Holzrinne, an deren entgegengesetzter Seite, jeder Arbeiterin gegenüber, ein schräges nach abwärts geneigtes Brett befestigt wird; die Rinne ist an diesen Stellen entsprechend ausgeschnitten, so dass ein sehr dünner Wasserstreifen ununterbrochen der ganzen Breite nach über das Brett fliesst. Die Arbeiterin vertheilt den goldhaltigen Schlamm mit der Hand über das am untern Rande mit einer Querleiste versehene Brett, der leichte Sand wird fortgewaschen, es bleibt eine dunkle, hauptsächlich aus Eisen-Kiesen und -Erzen bestehende Schicht zurück, die von Zeit zu Zeit mit einem flachen Span aufgenommen, bei Seite gelegt, und zum Schluss des Tagewerks in einer flachen Holzschüssel (batea), zuletzt in einer Kokosschale, ausgewaschen wird, wobei sich im glücklichen Fall ein feines gelbes Pulver am Rande zeigt.8 Bei der letzten Wäsche wird dem Wasser der schleimige Saft des Gogo zugesetzt, der feine schwere Sand bleibt darin länger schweben als in blossem Wasser und lässt sich somit leichter vom Goldpulver trennen.9