Note 7 — FUNFZEHNTES KAPITEL
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Ein dicker, queer über den Weg liegender Baumstamm war von einer kleinen Ameise seiner ganzen Ausdehnung nach in Zellen zerfressen. Mehrere Eingeborene wagten gar nicht, die andern nur schüchtern die Höhle zu betreten, nachdem sie einander die gegen Calapnitan zu beobachtenden Rücksichten eingeschärft.7 Eine der Hauptregeln war, in der Höhle keinen Gegenstand zu nennen, ohne hinzuzufügen: »Herrn Calapnitan’s«, also nicht schlechtweg: Flinte, Fackel, sondern Herrn C’s Flinte, Fackel . . Tausend Schritt davon liegt eine andre Höhle »San Vicente«, welche dieselben Insekten, aber eine andre Art Fledermäuse enthält. Beide Höhlen waren nur von geringer Ausdehnung, in Libmánan hatte man mir aber von einer sehr grossen Tropfsteinhöhle gesprochen, deren Beschreibung, trotz aller beigemischten Erdichtungen, wirkliche Anschauung zu Grunde liegen musste. Die Führer stellten sich unwissend. Erst nach zweitägigem Herumirren und vielen Erörterungen entschlossen sie sich, da ich auf meinem Vorhaben bestand, zu dem Wagniss, und geleiteten mich zu meinem grossen Erstaunen nach Calapnitans Höhle zurück, von welcher eine enge, durch einen Felsenvorsprung verborgene Spalte in eine der allerprachtvollsten Tropfsteinhöhlen der Welt führt. Ihr Boden ist überall fest und bequem zu betreten, meist trocken. Sie läuft in viele Zweige aus, deren Gesammtlänge wahrscheinlich über eine Meile beträgt, und machte die Beschreibung, dass sie ganze Reihen von Königssälen und Kathedralen mit Säulen, Kanzeln und Altären enthalte, nicht zu Schanden. Knochen oder andre Reste waren darin nicht zu finden. Meine Absicht später mit Arbeitern zurückzukehren um planmässig nachzugraben kam nicht zur Ausführung.