Note 3 — FUNFZEHNTES KAPITEL
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Als Carletti 1597 von den Philippinen nach Japan kam, wurden auf Befehl des Guvernörs sämmtliche Personen an Bord sorgfältig untersucht und ward ihnen Todesstrafe angedroht, wenn sie zu verheimlichen suchten »gewisse irdene Gefässe, die von den Philippinen und andern Inseln jenes Meeres gebracht zu werden pflegen,« da der König sie alle kaufen wollte . . . »Dergleichen Gefässe gelten bis fünf-, sechs- ja bis zehntausend Scudi das Stück, während man sie nicht auf einen Giulio (etwa ½ Paolo) schätzen möchte.« — 1615 traf Carletti einen als Gesandten von Japan nach Rom geschickten Franziskaner, der ihm versicherte, er habe einen der Könige von Japan 130,000 Scudi für ein solches Gefäss zahlen sehn — seine Gefährten bestätigten es. — Auch Carletti giebt als Grund des hohen Preises an, »dass sich das Blatt Cia oder Thee, dessen Güte mit dem Alter zunähme, in jenen Krügen besser konservire als in allen andern Gefässen. Die Japanesen erkennen diese Gefässe sogleich an gewissen Schriftzeichen und Stempeln. Sie sind sehr alt und sehr selten und kommen nur aus Cambodia, Siam, Cochinchina, den Philippinen und andern benachbarten Inseln. Nach dem Aussehn würde man sie auf drei oder vier Quatrini (ein paar Dreier) schätzen ... es ist durchaus wahr, dass der König und die Fürsten jenes Reiches eine sehr grosse Zahl dieser Gefässe besitzen und sie als ihren köstlichsten Schatz, höher als andere Kostbarkeiten schätzen — dass sie mit deren Besitz prahlen und aus Eitelkeit einander durch die Menge derartiger Gefässe die sie besitzen zu überbieten suchen.«3