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Reisen in den Philippinen

Note 1 — FUNFZEHNTES KAPITEL

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851 wurde beim Anlegen einer Strasse etwas unterhalb Libmánan, an einer Stelle Poro genannt, 100′ vom Fluss entfernt, unter 4′ Dammerde ein Muschellager aufgegraben. Es bestand aus Cyrenen (C. suborbicularis Busch.) einer zur Familie der Cycladen gehörigen Gattung von Zweischalern, die nur in warmen Gewässern vorkommt und namentlich in den brackischen der Philippinen ausserordentlich häufig ist. Bei dieser Gelegenheit fand man in Tiefen von 1½ bis 3½ Fuss zahlreiche Ueberreste früherer Bewohner: Schädel, Gerippe, Knochen von Menschen und Thieren, ein Schenkelbein eines Kindes in einer Spirale von Messingdraht steckend, mehrere Hirschgeweihe, schön geformte Schüsseln und Gefässe, zum Theil bemalt, wahrscheinlich chinesischen Ursprungs, gestreifte Armbänder aus einem weichen gypsartigen kupferrothen Gestein, glänzend, als wären sie gefirnisst1; kleine Messer von Kupfer, aber kein Eisengeräth, mehrere in der Mitte durchbohrte breite, flache Steine;2 auch einen Keil aus verkieseltem Holz in einem gespaltenen Baumstamme steckend. Die an einer Vertiefung noch deutlich zu erkennende Stelle dürfte, bei planmässig fortgesetztem Nachgraben, noch manche interessante Ergebnisse liefern. Was nicht unmittelbar zum Gebrauch geeignet, wurde an Ort und Stelle vernichtet, das übrige verzettelt. Trotz aller Bemühungen gelang es mir nur durch die Güte des Herrn Fociños in Naga, ein kleines Gefäss zu erhalten. An der Mündung des Bígajo, nicht weit von Libmánan sollen in eben solchem Muschellager ähnliche Reste früherer Bewohner, und an der Mündung des Pérlos, westlich von Sítio de Póro, 1840 eine Urne mit einem menschlichen Skelet gefunden worden sein. Zur Zeit, als ich diese Angaben des Pfarrers niederschrieb, waren weder ihm noch mir die in Europa bereits seit einigen Jahren in den Pfahldörfern gemachten Entdeckungen geläufig, sonst wären diese Aufzeichnungen wohl ausführlicher, vielleicht aber weniger unbefangen ausgefallen.

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