Note 5 — DREIZEHNTES KAPITEL
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Die wenigen Ranchos des Yriga sind sehr zugänglich, sie stehn im freundschaftlichsten Verkehr mit den Indiern; andern Falls wären ihre Bewohner wohl längst ausgerottet. Trotz dieser nachbarlichen Beziehungen hatten sie doch noch viel von ihrem ursprünglichen Wesen bewahrt. Die Männer waren nackt bis auf ein Schamband, die Weiber gleichfalls oder trugen einen Schurz, von der Hüfte bis zum Knie reichend.5 In dem grössten Rancho waren die Frauen sehr dezent, nach Art der Indianerinnen bekleidet. Ihr Hausrath bestand aus Bambusgeräth, Kokosschalen, einem irdenen Kochtopf, Bogen und Pfeilen. Bei letzteren, die sehr sorgfältig gearbeitet, war der Schaft aus Rohr, die Spitze aus einem scharfen Bambusschnitt oder aus Palmenholz, dreispitzig oder einspitzig; im letzteren Fall war um die Spitze oft eine spirale Rinne eingeschnitten; zur Schweinejagd werden vergiftete Pfeile mit eiserner Spitze benutzt. Obgleich die Ygorroten nicht Christen sind, hatten sie ihre Hütten mit Kreuzen verziert, die ihnen als Talismane dienen. Wenn sie nichts nützten, meinte eine Alte, würden die Castilas sie nicht überall anbringen.6 Die grösste der von mir besuchten Rancherien stand unter einem Kapitän, der aber nur wenig Macht hatte. Auf meinen Wunsch rief er einige nackte Bursche herbei, die müssig auf Baumstämmen hockten. Sie gehorchten ihm erst nach langen Erörterungen. Kleine Geschenke, messingene Ohrringe und Kämme für die Frauen, Zigarren für die Männer gewannen leicht ihre Gunst.