← Table of contents
Reisen in den Philippinen

Note 7 — ANHANG.

Reading edition

Die Opium-Regie ist seit 1. Januar 1844 in den Philippinen eingeführt, nachdem die Mehrheit einer zur Berathung dieser Maasregel berufenen Junta sich dafür ausgesprochen hatte. In der Einleitung zu dem betreffenden Gesetz (Autos acordados I. 392) lobt der Generalkapitän diese Mehrheit und tadelt die dissentirende Minderheit, die sich, durch veraltete Vorurtheile und gemeine Ueberlieferungen irre geleitet, gegen alle Verbesserungen, selbst die nützlichsten, sträubt, während die Fortschritte der Volkswirthschaft und das Beispiel der zivilisirten Nationen dergleichen Bedenken längst beseitigt haben. In einem Bericht des Consejo pleno an den Generalkapitän vom 22. September 1864 über dieselbe Angelegenheit heisst es (im Auszuge): Nachdem der Rath alle Gründe für und gegen die Opium-Regie wohlerwogen, kommt er zu dem Schluss, dass das Opiumrauchen zu erlauben sei.... Zuerst werden die gegen die Maasregel sprechenden Ansichten von eilf bedeutenden Aerzten, Volkswirthen und Gesellschaften angeführt; gegen alle diese Autoritäten aber giebt der Ausspruch des spanischen Konsuls in China7 den Ausschlag, wonach die Chinesen, die nach Belieben Opium rauchen, dennoch stark und arbeitskräftig sind. Auch sei das Opium in der Türkei, in ganz Britisch-Indien, Cochinchina und China gesetzlich erlaubt. Ferner sage Dr. Pedro Mata in seiner Medicina legal y toxicologia 1846, welche in den medizinischen Anstalten Spaniens als Lehrbuch diene, geistige Getränke, gewisse Medikamente und zu angestrengtes Studiren führten zur Impotenz; das Opium erwähne er aber nicht. Der Consejo schliesst weiter: führte das Opium zur Impotenz, so würden es die reichen Chinesen gewiss nicht rauchen; in Europa seien mehrere Personen von grossen Fähigkeiten Opiumraucher gewesen, Opium sei nicht schlimmer als Brantwein, verbiete man das Eine, so müsse man auch das Andere verbieten ...

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings