Note 47 — ANHANG. (continued 2)
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In dieser Beziehung bemerke ich, dass Herr Gosse, ein Genfer Arzt, der eine sehr verdienstvolle Abhandlung über die künstliche Verunstaltung des Schädels47 geschrieben hat, die schon von Hippokrates aufgestellte Meinung wiederholt hat, es könne sich allmählich eine erbliche Fortpflanzung dieser Form einstellen, und es bedürfe in der Folge der Generationen nicht mehr einer ausgiebigen Einwirkung, um sie zu erzeugen; sie erhalte sich von selbst auf dem Wege der Heredität. Dagegen sprechen alle sonstigen Erfahrungen: bei Catlin sind Chinook-Indianer abgebildet aus der neueren Zeit, wo diese Bräuche nicht mehr herrschen, deren Schädel sich nicht difform zeigt; ja, unter den östlicheren Stämmen Amerika’s giebt es einzelne, wie die Choctaws, die ursprünglich mitten in dem jetzt cultivirten Nordamerika gewohnt haben, unter denen früher ähnliche Sitten herrschten, und in deren Gräbern man noch abgeflachte Schädel gefunden hat, bei denen jedoch jetzt jede Spur dieser Schädelform geschwunden ist, nachdem sie die Compression aufgegeben haben. Dazu kommt, dass in manchen Stämmen die Verunstaltung ein Vorzug der männlichen und zwar der adeligen männlichen Bevölkerung war und dass ausser den Sklaven auch die Frauen davon ausgeschlossen waren, — ein Umstand, welcher der Vererbungstheorie keineswegs günstig ist. Man darf daher nirgends annehmen, dass sich diese Difformität von selber fortgepflanzt hat, und es wird überall, wo man sie antrifft, die Frage aufgeworfen werden müssen: giebt es Schädel, aus welchen man die ursprüngliche Form erkennen kann?