Note 1 — ACHTES KAPITEL
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Die Zahl der Schiffe, die hier Zuflucht suchten, stieg auf zehn, darunter drei Schoner. Ein kleiner Pontin1 versuchte jeden Morgen auszulaufen, kaum aber hatte er sich die See draussen angesehen, als er wieder umkehrte und von den übrigen mit höhnischem Jubel begrüsst wurde. Der Hunger machte ihn so kühn. Die Mannschaft, die ihre eigenen Produkte nach Manila gebracht, hatte den Erlös der Ladung verspielt und war ohne Proviant ausgelaufen, in der Hoffnung, ihre Heimat schnell wieder zu erreichen, was wohl auch bei günstigem Winde gelungen wäre. Solche Fälle kommen nicht selten vor. Mehrere Eingeborne miethen zusammen ein kleines Schiff, laden ihre Erzeugnisse ein und fahren sie nach Manila zum Verkaufe. Die Strasse zwischen den Inseln gleicht einem schönen breiten Strom mit entzückenden Uferlandschaften voll kleiner Niederlassungen. Gegen Abend finden die Seefahrer das Wetter häufig bedenklich und legen an, um den Morgen zu erwarten. Die gastliche Küste bietet ihnen Fische, Krabben, Muscheln in Fülle, häufig auch ungehütete Kokosnüsse; — ist sie bewohnt, um so besser. Die Gastfreundschaft zwischen den Indiern ist sehr gross und umfassender als in Europa. Die Gäste vertheilen sich in die einzelnen Hütten. Nach gemeinschaftlicher Mahlzeit, bei der es nicht an Palmwein fehlt, werden die Matten auf den Boden des Hauses ausgebreitet, die Lampe, eine grosse Schnecke mit Binsendocht, verlöscht und Alles schläft zusammen. Als ich einmal nach fünftägiger Fahrt in die Bay von Manila einlief, überholten wir ein Schiffchen, das aus derselben Gegend wie ich, abgefahren war, um Kokosöl nach Manila zu bringen und sechs Monat auf seinem Argonautenzuge zugebracht hatte. Nicht selten wird dann die Ladung in der Hauptstadt verprasst, wenn es nicht schon unterwegs geschehn.