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Prophezeiungen

Note 84 — Viertes Kapitel Die lehninsche Weissagung

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Gemeint ist die Kurfürstin Elisabeth, Gemahlin Joachims I., Tochter Königs Johann von Dänemark, die der Reformation (»traurige Pest«) zuneigte. Tatsächlich dauert das »Gift« schon länger als 11 Generationen, denn folgende Hohenzollern sind protestantisch gewesen bzw. sind es noch heute: Johann Georg, Joachim Friedrich, Johann Sigismund, Georg Wilhelm, Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst), Friedrich I., Friedrich Wilhelm I., Friedrich der Große, Friedrich Wilhelm II., Friedrich Wilhelm III., Friedrich Wilhelm IV. (als elfter!), Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. Bis heute also 14 Generationen. Aber selbst wenn wir die Kinderlosen Friedrich den Großen und Friedrich Wilhelm IV., weil genau genommen keinen Stammbaum (Stemma) bildend, streichen, sind es bereits 12 Generationen. Stimmt also diese Prophezeiung auch nicht wörtlich, so ist sie doch richtig hinsichtlich der langen Reihe protestantischer Herrscher. Diese ließ sich um so weniger voraussehen, als inzwischen das Glaubensbekenntnis der deutschen Herrscherfamilien stark gewechselt hat. Man denke an die protestantischen pfälzischen Wittelsbacher, deren Nachkommen heute als katholische Könige herrschen, ferner an den Glaubenswechsel im Königreich Sachsen, den bevorstehenden in Württemberg usw. (Vers 46–49.)

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