Note 5 — INTRODUCCIÓN X
Reading edition
Fernando Wolf la consideraba como un poema épico-dramático, lo cual es decir en sustancia lo mismo: «Seine Form ist in der That eine episch-dramatische. In ihr zeigt sich das Drama zwar noch in den weiten, faltenreichen epischen Gewanden, aber schon in Begriffe dieser hemmenden Hüllen sich zu entledigen, um in freierer Bewegung rascheren Schrittes die Bühne zu besteigen. In der Wahl, Anlage und Gliederung der Fabel, in der composition der Celestina im Ganzen waltet allerdings noch das Epische vor; es ist darin noch das breite Sichgehenlassen, die Redseligkeit des Erzählers, das Zerfahren der Handlung und Hemmung ihres rascheren, dramatischeren Verlaufs durch Episoden, das Vorwalten der Situation, die minutiöse Ausmalung, kurz die Epische Breite und Behaglichkeit. Dennoch hat diese Tragicomedia schon dramatischen Grundton, dramatisches Leben und-abgesehen von der mehr äusserlichen Form des durchgehenden Dialogs und der Eintheilung in (21) Acte, nicht nur Acte, sondern auch Action, dramatische Handlung und vor allen in der und durch die Handlung drastisch dargestellte Charaktere; ja gerade durch die meisterhafte Zeichnung, consequente Entwickelung und den kuntsvollen Conflict der Charaktere, durch die darin bedingte tragische Katastrophe zeichnet sie sich so sehr aus, dass sie Prototyp und classisches Muster des sogenannten género novelesco des spanischen Nationaldramas geworden und hierin von wenigen späteren, wenn auch dramatisch ausgebildeteren Stücken der Art erreicht, von keinem übertroffen worden ist». (Studien zur geschichte der Spanischen und Porgiesischen Nationalliteratur von Ferdinand Wolf, Berlin, A. Asher, 1859, pág. 280).