Note 15 — Erste Abtheilung. Hinreise, Aufenthalt und Rückreise. (continued 3)
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Von den kleinen Götzenbildern, (nemlich aus Stein verfertigte kleine Köpfe und Figuren, welche die Asteken wahrscheinlich in ihren Hütten und Wohnungen zur Verehrung aufstellten) werden in Mexico noch immer sehr viele ausgegraben, und von den nach der Stadt kommenden Indianern zum Verkauf ausgeboten. Einer unserer Landsleute, Herr Carl Uhde, ein sehr interessanter und wohlunterrichteter Mann, hat eine so große, mit Obsidian-Gegenständen aller Art vervollständigte Sammlung mexicanischer Antiquitäten, daß sich ihr wohl nicht leicht eine andere an die Seite stellen dürfte. Er wird bei seiner nahen Rückkehr in’s Vaterland irgend ein Museum damit bereichern, und, da er seine Nachforschungen wissenschaftlich betrieben hat, solche historische Nachweise über den Gegenstand geben können, wie wir deren noch keine besitzen.
Herr Uhde versichert mich übrigens, daß bei den jetzigen Einkäufen die größte Vorsicht vonnöthen sei, um nicht betrogen zu werden, und neue, jetzt verfertigte Gegenstände statt der wirklichen antiquen zu erhalten. Die Indianer beschäftigen sich nemlich damit, seitdem sie bemerkt haben, daß man solche Dinge sucht und aufkauft, sie nachzumachen und zu vergraben, dann aber aus der Erde wieder hervor zu holen, und sie als eben aufgefundene Alterthümer auszubieten.
Bei dieser Nachahmung mögen die jetzigen Mexicaner, bei den bessern und vollkommnern Werkzeugen der Gegenwart leichtes Spiel im Vergleich zu ihren Vorfahren, den Asteken, haben. Sodann kommt ihnen dabei das, der ganzen Nation innewohnende, Nachbildungs-Talent zu statten; die Mexicaner besitzen dies in hohem Grade, und haben unter anderm auch eine große Geschicklichkeit in der Anfertigung von Wachsfiguren, und Gruppirungen, worin sie alle Classen und Beschäftigungen des Volkes malerisch und höchst correct en miniature darzustellen verstehen.