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Malmedy und die preußische Wallonie

Vorwort.

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Die vorliegende Schrift soll zum ersten Mal den Versuch machen, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise in Deutschland auf Malmedy, den Hauptort der preußischen Wallonie, zu lenken. Dieser vorgeschobene Posten in des deutschen Reiches Westmark, der einst eine hervorragende Stätte der Kultur war, aber durch die Ungunst der Verhältnisse das Schicksal der vom großen Verkehr abseits liegenden Eifel teilte, verdient wohl, daß seine Geschichte und seine Eigentümlichkeiten bekannt werden. Die Stadt selbst, die in einer an Naturschönheiten reichen Gegend liegt, entwickelt sich jetzt, dank der Thatkraft ihrer Bürger, zu einem Badeort, dessen Mineralquellen denjenigen der unweit an der Grenze gelegenen belgischen Stadt Spa erfolgreiche Konkurrenz machen können.

Durch einen mehrmaligen Aufenthalt in Malmedy habe ich die dortigen Verhältnisse aus eigener Anschauung kennen gelernt; auch haben Einheimische wie Altdeutsche mir in bereitwilligster Weise Material für dieses Werkchen, von dem voriges Jahr ein Teil in der Unterhaltungsbeilage zur „Täglichen Rundschau“ erschienen ist, zur Verfügung gestellt.

Möge es dieser Schrift gelingen, in Deutschland einiges Interesse für das bis jetzt so wenig beachtete Malmedy und die preußische Wallonie zu wecken!

Essen/Ruhr, Frühjahr 1897.

Der Verfasser.

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