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Ludwig Tiecks Genoveva, als romantische Dichtung betrachtet

Note 472 — IV. Charakteristik der „Genoveva“.

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Minor, Friedrich Schlegel, 2. Bd., 220. Vgl. Solger, 2. Bd., 502. Wackenroder ahnte „eine geheime Verwandtschaft der Künste“, in denen allenthalben dieselbe göttliche Flamme wehe. (Herzenserg., 78.) Sternbald glaubt auch, dass Musik, Poesie und Malerei sich oft die Hand bieten und ein und dasselbe auf ihren Wegen erreichen könnten. (Sternbald, 317; vgl. Phantasien, 91.) Der Roman soll nach Fr. Schlegel „gemischt sein aus Erzählung, Gesang und anderen Formen“. Erzählungen mit Gesang und Dramen mit Gesang werden von A.W. Schlegel in der Recension der Tieck’schen „Volksmärchen“ als möglich empfohlen. Die Vorbilder von Shakespeare und Calderon treten neben „Wilhelm Meister“ und bald begegnet uns eine lange Reihe von Erzählungen mit Gesang, Dramen mit Gesang und selbst Dramen mit Erzählung und Gesang zugleich. Noch in späten Jahren glaubt Tieck, dass die drei Hauptarten der Poesie „sich in allen Gattungen durchdringen können, wenn auch die eine immer die Basis bleiben muss“. (Einleitung zu Lenz, XXV; vgl. Schriften, 10, 251.)

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