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Leonorenlieder

Als er ihrentwegen viel leiden mußte, doch dabei nicht verzagte

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Mein Herz, verzage nicht, Die Liebe macht's mit allen so; Ein Herz voll treuer Pflicht Wird ohne Gram nicht froh, Es fällt zwar ziemlich schwer, Eh' uns das Kummermeer Zum sichern Friedenshafen bringt; Man zittert, seufzt und sinkt An Mut und Sinn In Stürmen hin, Der Anker reißt die Hand, Doch wer sich zwingt und hofft, der kommt gleichwohl ans Land. Was leid' ich nicht um dich, Du mir ins Herz geprägtes Bild! Die Sehnsucht jaget mich, So wie ein schüchtern Wild; Mein Schlaf ist nur ein Qualm, Mein Lied ein Klagepsalm, Die Angst der bangen Einsamkeit Begräbt mich vor der Zeit, Weil ich den Kuß Entbehren muß, Der so viel Lust verspricht; Doch hoff' ich, alles auszustehn, verlass' nur du mich nicht! Verlass' nur du mich nicht, Du Engel, dessen treuer Geist Und holdes Angesicht Mir noch den Troststern weist; Der Himmel wird einmal Uns nach so vieler Qual Der Hoffnung Siegeskranz verleihn Und mich durch dich erfreun! Drum liebe still, Wie ich auch will, Und sieh geduldig zu; Die Straße, so uns jetzo trennt, führt unvermerkt zur Ruh. Ich liebe meinen Schmerz, Weil du, mein Engel, Ursach' bist, Du hast mein ganzes Herz, Dies raubt dir keine List. Was hilft's uns, daß man weint? Was jetzt unmöglich scheint, Das ist gewiß ein Übergang, Der Grillenfang macht krank. Es rühret mich Schon innerlich Ein Trieb der Zärtlichkeit, Die mir dein künftiger Besitz sowie dein Name beut.

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