Note 277 — Zweites Buch.
Eugen Rolfes translation
2. Regel: In einem verneinenden Schluß werden, wenn der Mittelbegriff mit den Außenbegriffen konvertibel ist, diese negativ unter sich vertauscht. Sind die Außenbegriffe konvertibel, so wird auch der Mittelbegriff negativ mit demjenigen Außenbegriff vertauscht, von dem er verneint wird. Die Regel wird in diesem und den zwei folgenden Absätzen begründet und erklärt. — 1. Wenn der Mittelbegriff negativ mit dem Oberbegriff konvertibel ist, so werden die Außenbegriffe negativ unter sich vertauscht. Denn in dem Schluß I b: kein Vernünftiges wiehert; jeder Mensch vernünftig; kein Mensch wiehert — wird vernünftig negativ mit wiehern vertauscht — kein Wieherndes vernünftig. Schließt man nun in II b: jeder Mensch vernünftig; kein Wieherndes vernünftig; kein Wieherndes ein Mensch, so hat man die Außenbegriffe negativ miteinander vertauscht. 2. Auch wenn der Mittelbegriff affirmativ mit dem Unterbegriff konvertibel ist, werden die Außenbegriffe negativ unter sich vertauscht, wenn z. B. der Untersatz, wie vorhin, heißt: jeder Mensch ist vernünftig. 3. Wenn im Untersatz der Mittelbegriff affirmativ und im Schlußsatz der Oberbegriff negativ mit dem Unterbegriff konvertibel ist, so kann auch im Obersatz der Oberbegriff negativ mit dem Mittelbegriff vertauscht werden. Beweis: Der Schluß sei: Kein Vernünftiges wiehert; jeder Mensch vernünftig; kein Mensch wiehert. Kehrt man Unter- und Schlußsatz um, so folgt in II b: jedes Vernünftige ein Mensch; kein Wieherndes ein Mensch; kein Wieherndes vernünftig. Man sieht hieraus, daß es im Text heißen muß: wem A zukommt, dem kommt C nicht zu, nicht umgekehrt, wie Bekker hat: wem C zukommt, dem kommt A nicht zu. Wir stehen hier auf der Seite von Waitz u. Maier. Am Schluß bemerkt Ar., daß man unter 3 vom Schlußsatz ausgeht, wie es bei der 1. Regel geschah. — Im folgenden werden noch vier weitere Regeln für die Umkehrung der Begriffe aufgestellt und erklärt, bis 68 a 25. Bezüglich ihrer verweisen wir der Kürze halber auf Maier 340 f., Anm. 3; ebenso für den 2. Teil des Kapitels auf 353, 1. In diesem 2. Teil wird im Vorübergehen eine 7. Regel beigefügt, darüber, welche Opposita mehr oder minder wünschenswert sind.