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Lehre vom Schluss

Note 273 — Zweites Buch.

Eugen Rolfes translation

Er glaubt nicht, daß alle Mauleselinnen fruchtbar sind, weil er keinen dahin gehenden Schluß errichtet hat. Und so ist seine Meinung, daß diese Mauleselin trächtig ist, seiner Wissenschaft, daß alle Mauleselinnen unfruchtbar sind, nicht entgegengesetzt und mit ihr verträglich. Die Wissenschaft ist dreifach: allgemein, partikulär und aktuell. Die erste hat wer weiß, daß alle Mauleselinnen unfruchtbar sind; die zweite wer weiß, daß diese Mauleselin es ist; damit er aber auch die dritte habe, muß er sie sehen. Denn wenn er sie nicht mehr sieht, kann sie etwa eingegangen sein, und alsdann ist die Wissenschaft: sie ist unfruchtbar, keine Wissenschaft mehr, weil was nicht ist, auch nicht gewußt wird. Deshalb heißt es in der 2. Analytik, Buch 1, Kap. 8 Anf.: „Von dem Vergänglichen gibt es keine Wissenschaft schlechthin, sondern nur per accidens, weil die Wissenschaft von ihm nur zu Zeiten Gültigkeit hat.“

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