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Lehre vom Schluss

Note 297 — Zweites Buch. (continued 2)

Eugen Rolfes translation

Statt „Schluß“ in der Definition des Enthymema 70 a 10 haben einige Handschriften „unvollkommener Schluß“, συλλογισμὸς ἀτελής, als müßte immer eine Prämisse fehlen, eine Lesart, die von Julius Pacius im Kommentar zu dieser Stelle, von Silv. Maurus und den Neueren mit Recht abgelehnt wird. — Für die 1. Figur ist der natürliche Mittelbegriff derjenige, der wirklich in der Mitte steht, so daß er nicht so umfassend und allgemein ist wie der Oberbegriff und allgemeiner als der Unterbegriff oder mit ihm konvertibel, für die zweite ist es der, der allgemeiner ist als die Außenbegriffe und deshalb in den Prämissen Prädikat ist, für die dritte der, der nicht so allgemein ist wie die Außenbegriffe und deshalb in den Prämissen Subjekt ist. Analog ist es mit dem „Zeichen“. Das Zeichen „Milch haben“ hat nicht den Umfang von empfangen haben und geht über Frau hinaus, das letztere, sofern jede Person, bei der es sich findet eine Frau ist, aber nicht jede Frau es aufweist. Das Zeichen „Pittakus“ hat nicht den Umfang von tugendhaft und weise, und das Zeichen „blaß“ hat einen größeren Umfang als schwanger und die und die. — Zu der Stelle und dem Folgenden vergleiche man Trendelenburg, Erläuterungen zu den Elementen der ar. Logik § 37, S. 76–81, und Rhetorik I, 2. 1357 a 32—b 21.

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