Note 3 — Erstes Buch.
Eugen Rolfes translation
Hier scheint διορίζομεν nicht sowohl definieren zu bedeuten als einteilen, unterscheiden, gemäß Absatz 2: da es ein Kontingentes gibt, das nicht notwendig ist, so kann es auch ein solches geben, das nur meistens ist, so wie es der natürliche und gewöhnliche Lauf der Dinge mit sich bringt; gegen Bender und v. Kirchmann. Auch Waitz überzeugt nicht, der hier die Bedeutung von Definition annimmt und in den Worten des Aristoteles angemerkt findet, daß das, was meistenteils geschieht, der ursprüngliche und eigentliche Sinn des ἐνδεχόμενον ist. Das soll auch der Sinn des δυνατόν 25 a 39 sein. Das letztere scheint unerweisbar, das erstere dagegen, daß ἐνδεχόμενον das Gewöhnliche bedeutet — im Deutschen läßt sich das in der Übersetzung von kontingent nicht wiedergeben — ist glaubhaft. Man kann ἐνδέχεσθαι als aufnehmen verstehen, und das logische Subjekt ist dann die Natur der Dinge, also: τῇ φύσει ἐνδέχεται, wobei freilich dieses Verbum passive Bedeutung hätte.