Note 117 — Erstes Buch.
Eugen Rolfes translation
Beweis für die erste Regel in dem zweiten Absatz von Kapitel 17: sagt die bejahende Prämisse das tatsächliche, die verneinende das mögliche Sein aus, so ist kein Schluß möglich. Das Beispiel ist dasselbe. Jeder Mensch ist weiß; es ist möglich, daß kein Pferd weiß ist. Hier folgt aus dem angegebenen Grunde weder: es ist möglich, daß jedes Pferd ein Mensch ist, noch: es ist möglich, daß kein Pferd ein Mensch ist. Es ist verfehlt, wenn v. Kirchmann in den Erläuterungen n. 119, S. 97 meint, der Ausdruck: dieselben Begriffe, gehe nicht auf weiß, Mensch, Pferd; verfehlt auch die Art, wie er die Begründung des Aristoteles versteht. Es ist richtig, daß, wie er sagt, das Weiß weder in allen Pferden, noch in allen Menschen einfach-seiend enthalten ist. Aber es kann in ihnen enthalten sein, und wenn man das Mögliche als wirklich setzt, so darf nichts Unmögliches folgen.