Note 190 — Erstes Buch. (continued 2)
Eugen Rolfes translation
Wenn A, etwa klug, dem B zukommt, aber nicht allem, wovon B ausgesagt wird, so braucht A keinem C zuzukommen, mag nun B einigem oder auch allem C zukommen: alle Weißen mögen schön sein, es braucht deshalb kein Weißer klug zu sein, weil die Schönen, die klug sind, nicht weiß zu sein brauchen. Wir erhalten nämlich die Prämissen: Ein B = A; ein oder alles C = B; hieraus folgt aber nach Kap. 4 kein Schluß, weil der Obersatz in der 1. Figur nicht partikulär sein darf. Wenn aber A allem zukommt, wovon B gilt, oder einfacher allem B, so gilt es auch von allem, was seinem ganzen Umfang nach B ist: alle Weißen sind klug, wenn alle Schönen klug und alle Weißen schön sind. Wir haben dann einen Schluß in 1 a: alles B = A; alles C = B; also alles C = A. Ein dritter Fall würde sich, wenn der Text stimmte, so stellen: C = B; alles C = A. Das wären Prämissen, wie sie in der 3. Figur vorkommen. Wenn es nun heißt: nichts hindert, daß dem C das B zukommt, so kann man das deuten: nichts hindert, daß B allem C zukommt. Wenn es aber weiter heißt, daß möglicherweise A nicht jedem oder gar keinem C zukommt, so ist das gegenüber der Prämisse: alles C = A sinnlos, und wenn man etwa statt des C das B denken wollte, so wäre das nach den Schlußregeln der 3. Figur, vgl. Kap. 6, unrichtig. Es hat nun Waitz I, 469 f. folgende Auskunft getroffen: das Komma Z. 26 nach λέγηται fällt aus, und es ergibt sich: „wenn jedoch A von dem gelten soll, wovon nach dessen ganzem Umfang B gilt“, usw. Die Worte: wovon usw., sollen nämlich denselben Sinn haben wie die Worte Z. 23: „von dem wahrheitsgemäß B ausgesagt wird“, und der Gedanke hier nur der größeren Klarheit wegen wiederholt und zum vorigen hinzugefügt werden. Denn wahrheitsgemäß ausgesagt werden, soll bedeuten: im eigentlichen Sinne ausgesagt werden; wie die Gattung von der Art, nicht per accidens, wie etwa schön von weiß, S. 469. Ähnlich Maier II a 319. Ich muß die Sache dahin stehen lassen.