ANKUNFT DES FRÜHLINGS
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UNBEKANNTER DICHTER
Noch glänzt der Schnee hernieder von den Bergen, Doch regt sich schon der Frühling in dem Tal. Die Tränen, die die Nachtigall geweint hat.
Und die zu Eis gefroren waren, tauen Allmählich auf. Im holden Duft der Tage Erklingt nun bald das Lied der Frühlingsbraut.
Der Nebel, der noch um die Büsche schleift. Ist nur ein leichtes, schmächtiges Gewebe,— Ein Windhauch durch die Flur—und er zerstiebt.
Wie herrlich glänzt die Weide schon am Bach! Auf ihrem dünnen, wallenden Gezweige Reiht sich der Tau zu silbernen Perlen auf.
Und gar der Pflaumenbaum! Er steht schon prunkend Im Kleide seiner weissen Blüten da, Verklärend jedes Auge, das ihn schaut.
Welch holdes Wesen war es, das ihn leise Gestreift hat mit dem seidnen Saum des Ärmels, Da es versonnen ihm vorüberging?