Note 549 — ZWEITES HAUPTSTÜCK. (continued 5)
Reading edition
Kögel, Indogerm. Forschungen 4, 313 erklärt mardǫll als die Hellglänzende, mar-, mari- im Sinne von glänzend (vgl. μαρμαίρω bei Fick, Vgl. Wörterbuch I4 515) begegnet in deutschen Frauennamen Meridrûd, Meripurc, Merihilt, Merisƕind u. ä. In einem isländischen Märchen, das um 1700 aufgezeichnet wurde, heisst ein Mädchen Mærþöll; wenn sie weint, verwandeln sich ihre Thränen in Gold; vgl. Jón Árnason, Þjóðsögur og æfintýri íslenzkar 2, 424 f. Die goldene Thränen weinende Mærþöll (Mardǫll-Freyja) ist hier gelehrten Ursprungs, nicht nachwirkende echte Volkssage.