Note 447 — ZWEITES HAUPTSTÜCK. (continued 4)
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Eine idg. Wurzel „bhal“ liegt im griech. φαλός und φάλιος, weiss, glänzend, vor und bildete wol auch ein germanisches Adjektiv *balaȥ, got. *bals, in der schwachen Form bala als Rossname wie griech. φάλιος gebräuchlich. Vgl. den Rossnamen „belche“=bläss. Im Ags. begegnet Bældæg, heller Tag. Ein idg. bhaltos 1) hell, schimmernd, glänzend; 2) schnell, kühn, zeigt sich in lit. baltas, weiss, germ. balþaz, kühn. Aus bhal-tṛ́ wird germ. balđr, der Leuchtende, Licht verbreitende. Ob in dem German. balđr die beiden Bedeutungen „hell“ und „schnell“ vorlagen, woraus der kühne Lichtgott und der Fürst (an. baldr, ags. bealdor) unabhängig erwuchsen, ob der Göttername in der ags. und an. Dichtung zum Hauptwort für König, Fürst herabsank, lässt sich nicht sagen. Vgl. E. Schröder, ZfdA. 35, 237 ff. Die Wurzel zeigt sich germ. in mehreren Ableitungen: 1) bhal-os, φαλός, balaȥ, got. bala, ags. bæl, ahd. bal, pal in Eigennamen; 2) bhal-nós in Eigennamen wie Ballo, Ballomer; 3) bhal-tos, lit. baltas, germ. balþaȥ, got. balþs, an. baltr, ahd. bald; 4) bhal-tṛ́, germ. balđr, an. baldr, ags. bealdor, ahd. balder. Zur Baldrsage kommt vor allem die Schrift von Bugge, Studien über die Entstehung der nordischen Götter- und Heldensagen, München 1889, S. 34/313, auch wenn man ihren Ergebnissen nicht beipflichtet, als die wichtigste und wertvollste sagengeschichtliche Arbeit in Betracht.