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Hamsun / Flaubert

Kasimir Edschmid im zeitgenössischen Urteil.

Reading edition

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TIMES (LONDON):

Kasimir Edschmid ist einer der berühmtesten Prosaschriftsteller der zeitgenössischen deutschen Literatur.

REVUE MONDIALE (PARIS):

Edschmid ist ein großer Künstler und gleichzeitig eine der eindringlichsten Intelligenzen seines Landes, wie es seine Aufsätze und sein kritisches Werk beweisen.

GOETEBORGSPOSTEN (GÖTEBORG):

In der jungen Generation, die in Deutschland die Möglichkeit der Prosa erneuert, nimmt Edschmid eine leitende Stellung ein.

L’ART LIBRE (BRUXELLES):

Im Anblick seines ersten Buches hielt man Edschmid für einen Novellisten. In den „Achatnen Kugeln“ beweist sich nunmehr eine bewunderungswürdige Gestaltung des Romans, und durch seine literarischen Aufsätze hat er den ersten Platz unter den Kritikern in Deutschland eingenommen.

HET GETIJ (AMSTERDAM):

„Die doppelköpfige Nymphe“ ist die Urteilssammlung heftigster Prägung über alles heutige deutsche Dichten und Schreiben, ebenso umsichtig wie verantwortungsbewußt. Eine solche Überlegenheit, daß die Erbübel des deutschen Sagens „Ungefährsein, Träumerei, Zufälligkeit“ fast hinschwinden.

NIEUWE ROTTERDAMSCHE COURANT (ROTTERDAM):

Ein Blick auf Kasimir Edschmids Werk zeigt mehr wie alles Theoretische über die neue Richtung des Romans. Die Frage, was sie in Deutschland will, kann im Weggehen über die zeitlichen Zusammenhänge und in dem Eindruck von einem gewaltigen, durchdringenden Lebensgefühl durch den Roman „Die Achatnen Kugeln“ glatt beantwortet werden.

PESTER LLOYD (BUDAPEST):

Die „Achatnen Kugeln“ eine mächtige Kurve durch Himmel und Hölle des modernen Diesseits. Ein bis zur Utopie modernes Werk. Übernational nicht infolge Milieus, auch nicht infolge politischen Bekenntnisses, sondern infolge eines köstlichen Mischblutes; hispanisch des farbentrunkenen Auges helldunkle Glut, gallisch der Linienführung federnde Eleganz, germanisch der Gestaltung eiserne Konsequenz, angelsächsisch des athletischen Körpers Zentraleinstellung, skandinavisch aller menschlichen Brandung helle Keuschheit. Des Werkes prägnanteste geistgeschichtliche Definition: der Gegenpol Dostojewskis.

RUDOLF FRANK (FRANKFURTER NACHRICHTEN):

Schon nach den ersten Abschnitten der „Doppelköpfigen Nymphe“ drängt es Zeugnis abzulegen, daß hier ein Geist spricht, denkt, schildert und scheidet, wie ihn deutsche Literatur nur selten, ganz selten unter ihren zahlreichen Beurteilern fand. Seit Kerrs gesammelten Schriften kam kein Werk, das deutscher Literatur mit so untrügerischem Instinkt, mit so treffendem Verstand, mit so umfassendem, durchglühenden Gefühl und bildnerischer Kraft entgegenblickte als Edschmids „Doppelköpfige Nymphe“. So schreibt ein Dichter Literaturgeschichte. In fünfzig Jahren wird man diesen Edschmid einen deutschen Klassiker nennen.

CARL STERNHEIM (TRIBUNAL):

Ich habe Ihren Roman „Die Achatnen Kugeln“ in einem Atem gelesen. Sie stehen mir mit seiner Vollendung kameradschaftlich vielleicht von deutschen Dichtern der Gegenwart am nächsten. Eine Elementarkraft deutscher Dichtung. Nicht bravo — aber Hosianna!! Ihre Sprache ist stellenweise zum Weinen schön. Es gibt Sätze, wo ich kein Vergleich mehr bin. Aber Baudelaire ist es. Ich bin glücklich, einem Mitschaffenden sagen zu können: Ich danke. Das ist wunderschön. Indem ich Ihnen dazu, weil ich weiß, welch hohen Ehrgeiz Sie haben, als Älterer die Hand drücke, bin ich sehr mitbeteiligt an der siegreichen Durchdrückung Ihres Werkes gegen die zu erwartende Dummheit und Faulheit deutscher Kritik.

RENÉ SCHICKELE (FRANKFURTER ZEITUNG):

Reitet er nicht etwa gut, der Edschmid? Reitet er nicht schön? Hat er nicht den Wind der ganzen, sich drehenden Welt im Gesicht? Voller Anmut selbst, wenn er salopp sitzt. Seine Novelle gibt sein volles Maß, sein Wesen, Höhe und Tiefe. Kritiken wie eine kann nur ein ganz starker Dichter schreiben. Ich glaube nicht mehr an die Literatur. Aber ich glaube an Kasimir Edschmid und sein Werk.

PAUL COLIN (PARIS):

Die „Doppelköpfige Nymphe“ ist das Chef d’oeuvre der zeitgenössischen deutschen literarischen Kritik.

HERMANN BAHR (NEUES WIENER JOURNAL):

Ich nenne Kasimir Edschmid, der durch seinen hochgespannten, edlen Ehrgeiz, die große, priesterliche Gebärde, die Strenge seines künstlerischen Gewissens, sein reines Pflichtgefühl, den weiten Blick für alle Probleme des Abendlandes und wohl auch durch seinen sorgsam verwalteten, klug gebrauchten Einfluß eine fast diktatorische Macht über einen guten, ja vielleicht den besten Teil der gebildeten Jugend hat.

ROBERT MUELLER (FREMDENBLATT, WIEN):

Edschmid ist eines der stringentesten europäischen Talente.

Von Kasimir Edschmid erschienen:

BEI ERICH REISS

Über den Expressionismus in der Literatur und die neue Dichtung Kean, Schauspiel in fünf Akten nach Dumas.

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BEI KURT WOLFF

Die sechs Mündungen, Novellen / Das rasende Leben, Novellen / Timur, Novellen.

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BEI PAUL CASSIRER

Die Fürstin, Novellen / Die doppelköpfige Nymphe, Aufsätze über die Literatur und die Gegenwart / Die Achatnen Kugeln, Roman / Frauen, Novellen.

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Bücher aus dem Verlag Wolf Albrecht Adam

DIE SCHWARZEN BÜCHER:

1. Theodor Lessing: Dührings Haß / 2/3. Kasimir Edschmid: Hamsun / Flaubert, Zwei Reden / 4/5. H. A. Korff: Goethe und der Sinn seines Lebens; Der Geist des westöstlichen Divans. Zwei Vorträge.

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ÜBERNOMMEN:

Aus dem Verlag Harry Wolff: Walther Teich: Die Gefangenen, Ein Spiel in 4 Bildern.

Aus dem Verlag Der weiße Lotus, Frankfurt a/M.: W. A. Adam: Weltsymphonie.

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* Druck Th. Schäfer Hannover *

Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):

... außer Gorki und Anotole France niemand mehr neben ... ... außer Gorki und Anatole France niemand mehr neben ...

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