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Grundzüge der Geschichte der Pädagogik

Note 3 — Die christliche Zeit. (continued 2)

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Dennoch empfiehlt Comenius für die Praxis des Volksschulunterrichts die mehr mechanische Lehrform des Vorlesens, Nachlesens, Nachsprechens und Abschreibens. So heißt es in Kap. 29 der Didact. magna: „In den Morgenstunden soll der Lehrer die Aufgabe für die betreffende Stunde, während alle zuhören, vorlesen und wieder lesen, und wenn etwas einer Erklärung bedarf, möglichst deutlich und klar erklären, so daß alle es fassen müssen. Dann wird er die Schüler selbst der Reihe nach zum Lesen aufrufen: so daß, während einer laut und verständlich liest, die übrigen dabei in ihre Bücher sehen und schweigend folgen. Wenn das bis auf die Mitte der Stunde oder darüber hinaus fortgesetzt wird, so werden die Befähigteren ohne Buch dasselbe vorzutragen versuchen, und endlich auch die weniger Beanlagten. In den Nachmittagsstunden sollen die betreffenden Pensa durch Wiederholen und Abschreiben befestigt werden.“ Daß Com. hier im Widerspruche mit Kap. 19 der Didact. magna die dialogische Lehrform ausschließt und überhaupt die Persönlichkeit des Lehrers ganz zurücktreten läßt hinter dem Lehrbuch, erklärt sich 1. aus dem damaligen Mangel an methodisch vorgebildeten Lehrern, 2. aus einer übertriebenen Wertschätzung guter Lehrbücher. Die Lehrbücher sollen nach Com.’ Ansicht womöglich so eingerichtet sein, daß sie den Lehrer ganz ersetzen; sie sollen denn auch in dialogischer Form abgefaßt sein.

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