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Gretchen Reinwalds letztes Schuljahr

Inhalt.

Reading edition

Seite

1. Der erste Schultag 3

2. Lene 15

3. Häusliche Geschäfte 26

4. Die Ringelnatter 34

5. Die Base 40

6. Lehrerin und Schülerin 48

7. Schulstunden 62

8. Ausgeliehen 72

9. Schwierigkeiten 96

10. Heimlichkeiten 117

11. Eine Einladung 152

12. Bei der Königin 175

13. Fräulein Trölopp 192

14. Fragen, Antworten und ihre Folgen 202

15. Eine Gesellschaft 220

16. Wiege und Sarg 232

17. Eine traurige Familie 250

18. Schulschluß 263

Von Agnes Sapper sind erschienen:

Die Familie Pfäffling. Eine deutsche Wintergeschichte. 21.-30. Tausend. Gebunden M. 3.–.

Agnes Sapper, die nur zu schreiben scheint, wenn sie etwas besonders Schönes zu erzählen weiß, bietet dieses Jahr eine „Deutsche Wintergeschichte“ unter dem Titel: „Die Familie Pfäffling“. Auf den Geist, der dies köstlich erfrischende Buch beseelt, wird ein Satz der Verfasserin aus der Widmung an ihre greise Mutter das rechte Schlaglicht werfen: „Du hast uns vor Augen geführt, welcher Segen die Menschen durchs Leben begleitet, die im großen Geschwisterkreis und in einfachen Verhältnissen aufgewachsen sind unter dem Einfluß von Eltern, die mit Gottvertrauen und fröhlichem Humor zu entbehren verstanden, was ihnen versagt war.“ Solch Gottvertrauen und Humor, ernstes Streben und herzerquickende Freude umwehen uns in dem kinderreichen Hause des schlichten Musiklehrers, der mit seiner Frau so schwer arbeiten und so vielem entsagen muß, um den Kindern eine gute Erziehung zu geben. Aber hier erfüllt sich auch das alte Wort: „Viel Kinder, viel Segen.“ Wer sich eine geruhige, erquickliche Stunde schaffen will, der lese dies Buch. Es ist keine Erzählung für Kinder, aber zur Familienlektüre mit der heranwachsenden Jugend vorzüglich geeignet.

Daheim.

Das kleine Dummerle und andere Erzählungen. Zum Vorlesen im Familienkreise. 3. Auflage. Geb. M. 3.–.

So herzige Erzählungen aus dem Kinderleben, so lebensvolle und reizvolle Schilderungen aus dem häuslichen Kreise, rührend und voll schalkhaftem Scherz, wie die Verfasserin des „ersten Schuljahrs“ sie schreibt, sind selten. Das Schönste aber, was ich von ihr gelesen zu haben meine, ist „Das kleine Dummerle“, bei dem es nur schade ist, daß seine Geschichte so frühe endet. Die elf andern Geschichten sind teils kurz, teils länger, alle „zum Vorlesen“ im Familienkreis, bei häuslicher Geselligkeit gedacht. Gerade hiefür ist es geschickt, die Wahl zwischen langen und kurzen, ernsten und heiteren, sicherlich aber schönen und anziehenden Erzählungen zu haben.

Ev. Kirchenblatt f. Württ.

Erziehen oder Werdenlassen? 1.-5. Tausend. 326 Seiten. In Leinwand gebunden M. 4.–.

Das ist das Erquickende an A. Sappers Buch, daß sie bei aller Würdigung der weiblichen Berufswahl und bei ihrem feinen Verständnis für jede Eigenart stets das Familienleben in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellt. Um diesen Kernpunkt kristallisieren sich Eltern- und Kinderliebe mit dem Streben nach Wahrheit und Harmonie und dem Endziel, tüchtige, wahrhaftige, selbständige Menschen heranzubilden, die sich über uns, die Erzieher, hinaus entwickeln.

Beilage zum „Hamburger Correspondenten“.

Wer die Verfasserin aus der „Familie Pfäffling“ kennt, kann sich ohne weiteres denken, daß er in diesem Buch nicht etwa eine langweilige Abhandlung über die Begriffe „Erziehen“ und „Werden lassen“, überhaupt keine Theorie der Pädagogik finden wird. Vielmehr bietet diese Schrift den Niederschlag der gesamten erzieherischen Erfahrung, die eine hellblickende Mutter im eigenen und in fremden Häusern gesammelt und gesichtet hat. Ohne jede Enge und aufgeschlossen für alles Gute, alt oder neu, läßt sich die Verfasserin doch von keinem noch so modernen Erziehungsideal blenden, sondern prüft mit nüchternem Blick die verschiedenen Grundsätze nach ihren tatsächlichen Früchten in der Kinderstube und im Menschenleben. Dabei sieht sie, daß die Menschen am tüchtigsten und glücklichsten sind, die früh gelernt haben, sich zu schicken und auf andere Rücksicht zu nehmen, und darum zieht sie dem Grundsatz des „Werdenlassens“ vielfach energische Schranken, so sehr sie auf der anderen Seite alles Gute frei werden lassen und der reiferen Jugend eine selbständige Entfaltung gewährleistet wissen möchte. Die überzeugende Kraft dieses Standpunktes beruht nicht zum mindesten auf dem reichen Material von anschaulichen Beispielen aus der Erfahrung, wie sie nur eine Mutter geben kann, die weiß, daß Erziehung vor allem Kleinarbeit ist, und die darum auch für das scheinbar Geringfügige einen Blick hat. Während mancher geistvolle Satz Lhotzkys und anderer den Leser zwar packt, aber praktisch in Ungewißheit darüber läßt, was nun in einem bestimmten Fall zu tun ist, liegt der Wert des Sapperschen Buches gerade in dem Gefühl der Sicherheit, das es durch seine fortwährende Bezugnahme auf die bunte Mannigfaltigkeit des alltäglichen Lebens verschafft. So wird, wer seine Pflicht gegenüber den Kindern ernst nimmt, mit Freuden und Spannung zu diesem Buche greifen und reichen Gewinn davon haben.

Werden und Wachsen. Erlebnisse der großen Pfäfflingskinder. 11.-15. Tausend. In Leinwand geb. M. 4.–.

Wollen die Leser ein recht erquickliches, lebenswahres und doch sonnenfrohes Buch lesen, so raten wir ihnen zu Agnes Sappers neuestem Opus: „Werden und Wachsen“ usw. Die Jugend der Pfäfflingskinder hat uns Sapper in der früher erschienenen reizenden „Familie Pfäffling“ beschrieben und damit viele Menschen ergötzt. Aber weit darüber steht das vorliegende Buch. Etwas Köstlicheres, ebenso reich an Humor wie an Lebensweisheit, haben wir selten gelesen. Die Verfasserin führt uns in kerngesundes, deutsches Familienleben; obenan steht der rasche, allezeit heitere und warmempfindende Hausvater, der Musikdirektor Pfäffling, neben ihm die kluge Hausmutter mit ihrem fraulichen Takt und treumütterlichen Herzen. Die Kinder wurzeln tief im Familiengeist und der Familienliebe. Aber nun kommt das spannende Problem: Sie werden groß und müssen in die Welt hinaus. Jedes Kind hat andere Lebensneigungen, und daraus entstehen allerlei Elternsorgen. Der eine Sohn will nach Afrika, der andere kann absolut keinen passenden Lebenslauf finden, der dritte nimmt sich eine unpraktische Künstlerin zur Frau. Bei den Töchtern treten die ernsten Lebensfragen der Verheiratung auf. Und über das alles stirbt mitten hinein der Vater, und die Mutter steht als Witwe da. Kurz, lauter Probleme, die fast in jede Familie eindringen und schwere Stunden hervorrufen. Aber in der Familie Pfäffling lösen sich die Probleme immer wieder zu hellem Sonnenschein; und ist gar keine Künstelei dabei. Am Schluß erfahren wir den Hauptgrund: Die Mutter wurzelt im Vertrauen auf Gott. Aber man muß das Buch selbst lesen. Es verdient eine Prämie für den heurigen Weihnachtsmarkt.

Ev.-Luth. Kirchenzeitung.

Die groß gewordenen Kinder des Musiklehrers Pfäffling können sich nach innerem Drang entfalten und sie dürfen einen Beruf wählen, der ihnen zusagt und Freude bringt, in dem Bewußtsein: du leistest hier Gutes. Alles Wichtige wird mit der Jugend beraten, nichts erzwungen. Das Elternpaar, vor allem die zartfühlende und doch kluge Mutter, steht im Vordergrunde. Den Willen stärken, schwächliche Sentimentalität niederkämpfen, das ist die nicht ausgesprochene, aber zwanglos offenbarte Tendenz des Buches, für das man der Verfasserin viel Dank schuldet.

Schweiz. Mitteilungen über Jugendschriften.

Lieschens Streiche und andere Erzählungen. Mit Bildern von Gertrud Caspari. Elegant gebunden M. 3.60.

Die Natürlichkeit und Frische der Darstellung, der klare und herzliche Stil, ohne Übertreibung, weder zur Gefühligkeit noch zur Trockenheit, macht Eindruck. Wir leben mit den Eltern und Kindern, welche in den Geschichten vorkommen. Und durch dieses Miterleben wird dem Leser die moralische oder pädagogische Tatsache, welche der Verfasserin vorschwebt, ganz von selber mitgeteilt.

Schweiz. Evang. Schulblatt.

Das erste Schuljahr. Eine Erzählung für Kinder von 7 bis 12 Jahren. 4. Auflage. Gebunden M. 1.20.

Selten ist der Ton einer Erzählung so warm und richtig getroffen, wie im Büchlein „Das erste Schuljahr“. Es ist eine kleine, einfache Geschichte voller Erlebnisse aus einem Kinderleben, aber so verständnisvoll mitgeteilt, so ungekünstelt dargestellt, daß es die kleinen Leser andauernd fesselt.

Haus und Schule.

Gretchen Reinwalds letztes Schuljahr. Für Mädchen von 12-16 Jahren. Mit Titelbild. 3. Aufl. Geb. M. 3.–.

Der Verfasserin ist es gelungen, eine reizende, sonnige Mädchengeschichte zu schreiben. Oberflächlich ist sie nirgends, immer tritt der ethische Gesichtspunkt, die Wahrhaftigkeit, der Gehorsam, die Bescheidenheit, hell zutage, ohne aufdringlich zu werden. Wer die Probe mit seinem Töchterlein machen will, ob ihm die Geschichte auch „spannend“ genug ist, darf es getrost versuchen. Das Buch wird die Freude jeder „höheren“ Tochter sein.

Beide Teile in einem Band gebunden:

Gretchen Reinwalds erstes und letztes Schuljahr. 3. Auflage. In Leinwand M. 4.–.

Für kleine Mädchen. 10 Erzählungen. 2. Auflage. Geb. M. 1.20.

Gruß vom Rigi den Kindern daheim. In farbigem Umschlag M. 1.20.

Offensichtliche Druckfehler wurden stillschweigend korrigiert. Weitere Änderungen, teilweise unter Verwendung späterer Ausgaben, sind hier aufgeführt (vorher/nachher):

... antwortete eine der Mädchen ausweichend. ... ... antwortete eines der Mädchen ausweichend. ...

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