Note 104 — Geschichte von England (continued 3)
Wilhelm Beseler translation
Lady Henriette, die ihr Oheim Clarendon in seinem Tagebuche (Januar 1687/88) die „hübsche kleine Henriette“ und „das beste Kind von der Welt“ nennt, verheirathete sich bald nachher mit dem Earl von Dalkeith, dem ältesten Sohne des unglücklichen Herzogs v. Monmouth.
105. Die Predigt verdient gelesen zu werden. Siehe die London Gazette vom 14. April 1689; Evelyn’s Diary; Narcissus Luttrell’s Diary, und die Depesche der holländischen Gesandten an die Generalstaaten.
106. Eine Probe von der Prosa, welche die Jakobiten über diesen Gegenstand schrieben, findet man in den Somers’schen Schriften. Die jakobitischen Verse waren meist zu unanständig, als daß man sie anführen konnte. Ich wähle einige von den glimpflichsten Zeilen aus einem sehr seltenen Spottgedicht:
Der elfte des Monats April erschien, Da wälzt sich der Pöbel nach Westminster hin Zu sehn wie ein Lumpenbündel man krönt: Ein schöner König, fürwahr. Dem Orangenbaum er entsprossen ist, Doch wenn man im Buche des Schicksals liest Wird einst ihm noch werden ein andrer Baum: Ein schöner König, fürwahr. Von Gestalt ist er nur zur Hälfte ein Mann, Desto mehr ein Affe, das leugne wer kann; Hat den Kopf einer Gans und des Kranich’s Bein’, Ein schöner König, fürwahr.
Ein Franzos, Namens Le Noble, der seiner Schandthaten wegen aus seinem Vaterlande verwiesen worden war, sich aber, von der Polizei geduldet, in Paris versteckt hielt und im Dienste eines Buchhändlers nothdürftig sein Leben fristete, veröffentlichte bei dieser Gelegenheit zwei jetzt sehr seltene Pasquille: „Le Couronnement de Guillemot et de Guillemette, avec le Sermon du grand Docteur Burnet“ und „Le Festin de Guillemot.“ An Witz, Geschmack und Verstand stehen Le Noble’s Schriften dem angeführten englischen Gedicht nicht nach. Er erzählt uns, daß der Erzbischof von York und der Bischof von London einen Boxerkampf in der Abtei aufführen, daß der Kämpe auf einem Esel durch die Halle ritt, welcher stätig wurde und die königliche Tafel mit dem ganzen Geschirr umstieß, und daß das Banket mit einer Schlägerei zwischen den mit Stühlen und Bänken bewaffneten Peers und den mit Bratspießen bewaffneten Köchen endete. Merkwürdigerweise fand diese Art Witz Leser, und das Portrait des Autors wurde splendid gestochen mit dem Motto: „Latrantes ride: te tua fama manet.“