Note 88 — Geschichte von England (continued 2)
Wilhelm Beseler translation
Die Bill befindet sich in den Archiven des Hauses der Lords. Es ist befremdend, daß diese große Sammlung wichtiger Dokumente selbst von unseren gewissenhaftesten und fleißigsten Geschichtsforschern ganz unbeachtet gelassen worden ist. Sie wurde mir durch einen meiner werthesten Freunde, Mr. John Lefevre, geöffnet und die Güte des Mr. Thoms unterstützte mich wesentlich bei meinen Nachforschungen.
89. Unter den Tanner’schen Manuscripten in der Bodlejanischen Bibliothek befindet sich ein höchst interessanter Brief von Compton an Sancroft über die Toleranzbill und die Comprehensionsbill. „Dies,“ sagt Compton, „sind zwei wichtige Werke, bei denen die Existenz unsrer Kirche interessirt ist, und ich hoffe, Sie werden sich aus dem Parlamente Exemplare davon holen lassen. Denn obgleich wir unter einer Eroberung stehen, hat Gott uns doch Gnade geschenkt vor den Augen unserer Herrscher, und wir können unsre Kirche aufrecht halten, wenn wir wollen.“ Sancroft scheint nicht darauf geantwortet zu haben.
90. Die Abneigung der Hochkirchlichen gegen die Artikel ist Gegenstand einer interessanten Flugschrift, welche 1689 unter dem Titel erschien: A Dialogue between Timothy and Titus.
91. Tom Brown sagt in seiner derb komischen Manier von den damaligen presbyterianischen Geistlichen, ihr Predigen „bringe Geld ein, mit Geld kaufe man Grundbesitz und Grundbesitz sei ein Genuß, nach dem jedem von ihnen gelüste, trotz ihres scheinheiligen Gewinsels. Wären die Quartalbeiträge nicht, so würde es kein Schisma und keine Separation mehr geben.“ Er fragt, wie es denkbar sei, daß sie, „wenn sie sich während der Spaltung wie Gentlemen ständen, jemals Lehren predigen würden, welche den Bruch heilen könnten?“ — Brown’s Amusements, Serious and Comical. — Einige interessante Beispiele von dem Einflusse, den die vornehmsten Dissentergeistlichen ausübten, finden sich in Hawkins’ Life of Johnson. In dem „Tagebuche eines Bürgers, der sich zur Ruhe gesetzt hat“ (Spectator 317.) erlaubt sich Addison einige sehr gute Witze über den Gegenstand. Der Mr. Nisby, dessen Ansichten über den Frieden, den Großvezier und den gezuckerten Kaffee mit so großem Respect angeführt werden, und der so freigebig mit Marksknochen, Ochsenfleisch und einer Flasche von Brooks & Hellier regalirt wird, ist John Nesbit, ein sehr beliebter Prediger, der zur Zeit der Revolution Pastor einer Dissentergemeinde in Hare Court, Aldergate Street, wurde. In Wilson’s History and Antiquities of Dissenting Churches and Meeting Houses in London, Westminster and Southwark findet man mehrere Beispiele von nonconformistischen Predigern angeführt, welche um diese Zeit zu hübschem Vermögen gelangten, meist durch Heirathen, wie es scheint.