Note 95 — Geschichte von England (continued 2)
Wilhelm Beseler translation
Es ist von vielen Schriftstellern, unter Anderen auch von Penant, behauptet worden, der Soho-Bezirk in London habe seinen Namen von jener Parole in Monmouth’s Armee bei Sedgemoor. Aber man findet die Soho-Fields in Büchern erwähnt, welche vor dem Aufstand im Westen gedruckt waren, z.B. in Chamberlayn’s State of England, 1684.
96. Es existirt eine Verfügung von Jakob, welche anbefiehlt, daß dem Sergeanten Weems vom Regiment Dumbarton „für die guten Dienste, die er in der Schlacht von Sedgemoor durch Abfeuern der großen Kanonen auf die Rebellen geleistet“, vierzig Pfund Sterling ausgezahlt werden sollen. Historical Record of the First of Royal Regiment of Foot.
97. Jakob’s II. Bericht von der Schlacht von Sedgemoor in Lord Hardwicke’s Staatsschriften; Wade’s Confession; Ferguson’s handschriftliche Erzählung in Eachard III. 768; Erzählung eines Offiziers von der Leibgarde in Kennet, Ausg. v. 1719, III. 432; London Gazette, July 9. 1685; Oldmixon, 703; Paschalle’s Narrative; Burnet, I. 60043; Evelyn’s Diary, July 8.; Citters, 7.(17.) Juli; Barillon 9.(19.) Juli; Reresby’s Memoirs; the Duke of Buckingham’s Battle of Sedgemoor, a Farce; MS. Journal of the Western Rebellion, kept by Mr. Edward Dummer, then serving in the train of artillery employed by Hir Majesty for the suppression of the same. Die letztgenannte Handschrift befindet sich in der Pepys’schen Bibliothek und ist von großem Werthe, nicht wegen der Erzählung, die wenig Bemerkenswerthes enthält, sondern wegen der Pläne, welche die Schlacht in vier oder fünf verschiedenen Stadien darstellen.
„Die Geschichte einer Schlacht“, sagt der größte der jetzt lebenden Generale, „ist der Geschichte eines Balles nicht unähnlich. Einige mögen sich wohl noch der kleinen Vorfälle erinnern, welche den Gewinn oder den Verlust der Schlacht herbeiführten; aber kein Einzelner kann sich erinnern, in welcher Aufeinanderfolge oder in welchem Augenblicke sie sich ereigneten, und davon hängt stets ihr Werth und ihre Bedeutung ab ... Um Ihnen zu beweisen, wie wenig man sich auch auf die besten Schlachtberichte verlassen kann, will ich nur sagen, daß in dem Berichte des Generals * * einige Umstände erwähnt sind, die sich nicht so zugetragen haben, wie er sie erzählt. Es ist unmöglich zu sagen, wann und in welcher Ordnung jedes wichtige Ereigniß eintrat.“ — Wellington Papers, Aug. 8. & 17. 1815.
Die Schlacht, in Bezug auf welche der Herzog von Wellington dies schrieb, war die von Waterloo, die wenige Wochen vorher am hellen Tage unter seinen eigenen scharfblickenden und erfahrenen Augen geschlagen worden war. Wie schwierig muß es daher sein, aus zwölf oder dreizehn Rapporten einen Bericht über eine Schlacht zusammen zu stellen, die vor mehr als hundertsechzig Jahren in einer Dunkelheit geschlagen wurde, daß man nicht fünfzig Schritt weit vor sich sehen konnte? Die Schwierigkeit wird dadurch noch vergrößert, daß die Augenzeugen, welche die beste Gelegenheit hatten, die Wahrheit zu erfahren, durchaus nicht geneigt waren, sie zu sagen. Das Dokument, das ich an die Spitze meiner Quellenverzeichnisse gestellt habe, war unverkennbar mit der größten Parteilichkeit für Feversham geschrieben. Wade schrieb in der Angst vor dem Strange. Ferguson, der es überhaupt mit der Wahrheit seiner Aussagen nicht genau nahm, log bei dieser Gelegenheit wie Bobadil oder Parolles. Oldmixon, der zur Zeit der Schlacht in Bridgewater noch ein Knabe war und einen großen Theil seines spätren Lebens daselbst zubrachte, stand so unter dem Einflusse örtlicher Leidenschaften, daß seine an Ort und Stelle vorgenommenen Forschungen ihm nichts nützten. Der Wunsch, die Tapferkeit der Landleute von Somersetshire zu preisen, eine Tapferkeit, die selbst ihre Feinde anerkannten und welche nicht erst durch Übertreibungen und Erdichtungen in ein glänzendes Licht gestellt zu werden brauchte, verleitete ihn, einen lächerlichen Roman zusammenzusetzen. Das Lob, welches Barillon, ein Franzos, der gewöhnt war, ungeübte Schaaren zu verachten, der besiegten Armee zollt, hat weit mehr Werth. „Son infanterie fit fort bien. On n’eut de la peine à les rompre, et les soldats combattoient avec les crosses de mousquet et les scies, qu’ils avoient au bout de grands bastons au lieu de picques.“
Jetzt ist durch einen Besuch des Schlachtfeldes nicht viel mehr zu lernen, denn die Gestalt der Gegend hat sich zu sehr verändert; so ist der alte Bussex-Rhine, an dessen Ufern das Haupttreffen stattfand, längst verschwunden. — Von großem Nutzen ist mir Robert’s Schlachtbericht gewesen. Life of Monmouth chap. 22. Seine Erzählung wird in der Hauptsache durch Dummer’s Pläne bestätigt.
98. Ich weis dies aus dem Munde von Leuten, welche unweit Sedgemoor wohnen.
99. Oldmixon, 704.