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Gesänge aus den drei Reichen

Ich habe eine gute Tat getan

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Herz frohlocke! Eine gute Tat habe ich getan. Nun bin ich nicht mehr einsam. Ein Mensch lebt, Es lebt ein Mensch, Dem die Augen sich feuchten, Denkt er an mich. Herz, frohlocke: Es lebt ein Mensch!

Nicht mehr, nein, nicht mehr bin ich einsam, Denn ich habe eine gute Tat getan, Frohlocke, Herz! Nun haben die seufzenden Tage ein Ende.

Tausend gute Taten will ich tun! Ich fühle schon, Wie mich alles liebt, Weil ich alles liebe! Hinström ich voll Erkenntniswonne! Du mein letztes, süßestes, Klarstes, reinstes, schlichtestes Gefühl! Wohlwollen! Tausend gute Taten will ich tun.

Schönste Befriedigung Wird mir zu Teil: Dankbarkeit! Dankbarkeit der Welt. Stille Gegenstände Werfen sich mir in die Arme. Stille Gegenstände, Die ich in einer erfüllten Stunde Wie brave Tiere streichelte.

Mein Schreibtisch knarrt, Ich weiß, er will mich umarmen. Das Klavier versucht mein Lieblingsstück zu tönen, Geheimnisvoll und ungeschickt Klingen alle Saiten zusammen. Das Buch, das ich lese Blättert selbst sich auf.

. . . . . . . . . . . . . . Ich habe eine gute Tat getan!

Einst will ich durch die grüne Natur wandern, Da werden mich die Bäume Und Schlingpflanzen verfolgen, Die Kräuter und Blumen Holen mich ein, Tastende Wurzeln umfassen mich schon, Zärtliche Zweige Binden mich fest, Blätter überrieseln mich, Sanft wie ein dünner, Schütterer Wassersturz. Viele Hände greifen nach mir, Viele grüne Hände Ganz umnistet Von Liebe und Lieblichkeit Steh ich gefangen.

Ich habe eine gute Tat getan, Voll Freude und Wohlwollens bin ich Und nicht mehr einsam Nein, nicht mehr einsam. Frohlocke, mein Herz!

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