Note 51 — III. Geflügelte Worte aus deutschen Schriftstellern. (continued 2)
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Amasis, König von Ägypten (570-526) sagte vom Bogen (Herodot II, 173): "εἰ γὰρ δὴ τὸν πάντα χρόνον ἐντεταμένα εἴη, ἐκραγείη ἄν"—"denn bliebe er alle Zeit gespannt, so würde er wohl zerbrechen". Er entschuldigte damit seinen Hang, die Regierungsmühen mit Trinkgelagen abwechseln zu lassen. Dann leiht Phädrus (3, 4, 10) dem Aesop die Weisheit, der Geist brauche Spiel, um wider [wieder] denkfrisch zu werden, denn: "Cito rumpes arcum, semper si tensum habueris"—"du zerbrichst den Bogen schnell, wenn du ihn stets gespannt haben willst". Grimmelshausens "Simplicissimus" IV, 1 bietet: "Wann man den Bogen überspannet, so muss er endlich zerbrechen". Doch Schiller schöpfte wohl aus F. M. Klingers Trauerspiel: "Die Zwillinge" (1774), wo es 2, 2 heisst: "wir wollen den Bogen nicht zu stark spannen, damit die Sehne halte".