Note 26527–30 — NACHWEISE
Karl Eugen Neumann translation
»Kann sein, o Mönch«, sprach der Erhabene. »Es hat, zum Beispiel, o Mönch, einer den Glauben: ›Das ist die Welt, das ist die Seele, das werde ich nach meinem Tode werden, unvergänglich, beharrend, ewig, unwandelbar, ewig gleich, ja, werde ich so verbleiben.‹ Der hört vom Vollendeten oder von einem Jünger des Vollendeten die Verkündung der Wahrheit, die alles Anhängen und Genügen an falschen Lehren, Dogmen und Systemen von Grund aus zerstört, die zum Aufgehn aller Unterscheidung führt[16], zur Abwehr aller Anhaftung, zum Versiegen des Durstes, zur Wendung, zur Auflösung, zur Erlöschung. {137} Da wird ihm also zumuthe: ›Vernichtet werde ich sein, o, zugrunde gegangen, ach! Nicht mehr werde ich sein!‹ Er ist traurig, gebrochen, er jammert, schlägt sich stöhnend die Brust und geräth in Verzweiflung. Also, o Mönch, tritt unverständiges Zittern aus inneren Gründen ein.«