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Die Reden Gotamo Buddhos. Mittlere Sammlung, erster Band

Note 5351–9 — NACHWEISE

Karl Eugen Neumann translation

»Und wie, Bürger, ist das falsche, unrechte Leben in Gedanken dreifach verschieden? Da ist einer, ihr Bürger, lüstern. Was ein anderer an Hab und Gut besitzt, danach giert er: ›Ach wenn doch sein Eigen das meine wäre!‹ Dann ist er gehässig, übelgesinnten Herzens: ›Diese Wesen sollen getödtet werden, sollen umgebracht werden, sollen zerstört werden, sollen vertilgt werden, sie sollen so nicht bleiben!‹ Und er hegt verkehrte Ansichten, verfehlte Meinungen: ›Almosengeben, Verzichtleisten, Spenden — es ist alles eitel; es giebt keine Saat und Ernte guter und böser Werke; Diesseits und Jenseits sind leere Worte; Vater und Mutter und auch geistige Geburt sind hohle Namen; die Welt hat keine Asketen und Priester, die vollkommen und vollendet sind, die sich den Sinn dieser und jener Welt begreiflich machen, anschaulich vorstellen und erklären können.‹ Also, ihr Bürger, ist das falsche, unrechte Leben in Gedanken dreifach verschieden. Weil sie also falsch und unrecht leben, ihr Bürger, desshalb gelangen da manche Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf einen Abweg, auf schlechte Fährte, in Verderben und Unheil.

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