Note 4412 — NACHWEISE
Karl Eugen Neumann translation
»Es giebt, o Gotamo, einige Asketen und Priester, die den Körper in der Gewalt haben, aber nicht das Gemüth. Sie empfinden ja, o Gotamo, körperliches Wehgefühl. Zuweilen, o Gotamo, von körperlichem Wehgefühl getroffen, wird da einer vom Schlage gerührt, oder das Herz zerspringt, oder heißes Blut quillt aus dem Munde, oder er fällt dem Wahnsinn anheim, der Geistesverwirrung. Bei einem solchen, o Gotamo, ist also das Gemüth dem Körper unterworfen, richtet sich nach dem Willen des Körpers. Und was ist der Grund hierfür? Die Ohnmacht des Gemüthes. Anderseits wieder, o Gotamo, {238} giebt es einige Asketen und Priester, die das Gemüth in der Gewalt haben, aber nicht den Körper. Sie empfinden ja, o Gotamo, geistiges Wehgefühl. Zuweilen, o Gotamo, von geistigem Wehgefühl getroffen, wird da einer vom Schlage gerührt, oder das Herz zerspringt, oder heißes Blut quillt aus dem Munde, oder er fällt dem Wahnsinn anheim, der Geistesverwirrung. Bei einem solchen, o Gotamo, ist also der Körper dem Gemüthe unterworfen, richtet sich nach dem Willen des Gemüthes. Und was ist der Grund hierfür? Die Ohnmacht des Körpers. Da kann ich mich nun, o Gotamo, des Gedankens nicht erwehren: offenbar haben die Jünger des verehrten Gotamo das Gemüth in der Gewalt, aber nicht den Körper.«